Monat: August 2009

Geisterbahn is‘ nich‘ cool…

  Am vergangenen WE war bei uns ganz schön viel los. Am Samstag ging es mit Lena nach Neuss auf die
  dortige Kirmes. Anläßlich des Neusser Bürgerschützenfestes gab es da wieder jede Menge zu gucken,
  zu fahren – und zu laufen: immerhin latscht man da gut drei Kilometer, bis man einmal an den 270
  Buden und Fahrgeschäften vorbei ist. Und zurück muss man ja auch noch… Wir Erwachsenen hatten
  hinterher qualmende Füße, und die bis dahin toll durchhaltende Lena war am Ende auch so kaputt,
  dass Ippi sie auf dem Rückweg fast die ganze Zeit tragen musste. Spaß hatte sie jedenfalls jede Menge.
  Neun Karussells hat sie geschafft, darunter auch das Riesenrad.
  Nur die Geisterbahn fand sie richtig doof; da war es dunkel,
  man wurde nass gespritzt und angepustet, laut war’s, dann noch
  die komischen Gespenster (wirklich nur Puppen???) – Lena
  brüllte unter Tränen und schluchzte: „da-has fa-hand i-hich
  ga-har nich‘ cool!“
Nu gut, also doch lieber Schiffchen fahren. Am
  Sonntag ging es nach Düsseldorf: wir haben mit einem großen
  Dampfer der „KD“ eine nette kleine Rundfahrt durch den Medien-
  hafen und Umgebung gemacht, und Lena hatte jede Menge Schiffe zu gucken. Eis gab’s auch noch. Na, wenn DAS nicht cool war…


Leinenhochzeit?

Heute haben mein Mann und ich Hochzeitstag, den vierten. Obwohl wir schon elf Jahre zusammen sind, haben wir ja erst im verflixten siebten Jahr geheiratet. Übrigens so richtig mit Kutsche und so; die hatte damals meine Tochter besorgt. Wir haben damals ganz schön für Aufsehen gesorgt, als wir mit den Pferdchen durchs Dorf gondelten… 😉
Der vierte Hochzeitstags hat übrigens verschiedene Namen, je nachdem in welcher Region man wohnt: 

  • Seidenhochzeit
  • Bernsteinhochzeit
  • Leinenhochzeit
  • Wachshochzeit
  • Weinhochzeit
  • Holzhochzeit

Am bekanntesten ist, glaube ich, der Begriff „Leinenhochzeit„. Meinen auch die Norweger und Amerikaner. Die Chronisten sind sich da anscheinend aber nicht ganz einig; oft findet man die „Leinenhochzeit“ auch für den Hochzeitstag nach 35 Jahren. Dabei muss es da wohl aber korrekt „Leinwandhochzeit“ heißen. Im Süden (Spanien, Portugal) wirds bunt: da heißt der vierte Hochzeitstag „Frucht- oder Blumenhochzeit„. Egal – wenn man meinen GöGa fragt, ist dem bestimmt die „Weinhochzeit“ am liebsten! Und ich finde die „Bernsteinhochzeit“ schön; da schlägt anscheinend mein ostpreußisches Blut durch…


Quasselstrippen

Mir geht das ganze Handygedöns langsam auf den Zeiger. Vor allem, wenn es in Belästigung ausartet. Folgendes Szenario habe ich heute beim Hin- und Herjuckeln mit dem öPN zwischen MG und D erlebt:

Morgens, auf der Hinfahrt.
Rechts neben mir brüllt eine junge Frau lautstark ins Handy: „Huhu, hallo Liebes, na, bist Du schon waahach? Hab ich Dich etwa geweheckt?“ Wenn nicht ihre Gesprächsteilnehmerin, dann zumindest uns andere Mitreisende im Abteil, die wir sämtlich hochschreckten und uns verstört die Augen rieben. Nuja. Konnten wir uns von vorne links gleich anhören, wie ein Art-Director oder Professor o.ä. eine Personenbeurteilung beurteilte: „Die Antizipation hier finde ich jetzt aber nicht so passend, und im letzten Absatz stimmt auch was nicht. Ach, und Du, den Namen vom Herrn M… kannste aber nicht voll nennen!“ Soso. Rechts war die junge Frau inzwischen dabei, ihrer Gesprächsteilnehmerin zu erklären, was sie gleich macht, und dass sie nu in die Bibliothek geht. A-ha.

ICH gehe zum Zahnarzt. Dachte ich in dem Moment so. Ob das wohl jemand wissen will??? Ob ich jemanden anrufen soll???

Rückfahrt, Mittags.
Hinter mir dudelt ein Handy mit „Duffy„-Klingelton. Wieder ’n Mädel. Macht anscheinend gerade ’n Date klar. Mit ’nem Typen, den sie noch gar nicht kennt. Jedenfalls brüllt sie lautstark: „Wie heißt ’n Du?“ Tze, denk ich, crazy, über was die mit einem völlig Fremden alles so redet… In der Folge werden nämlich Ansichten und Meinungen diskutiert. Ah ja, und das Alter der Dame erfahren wir auch; sie ist 19. Dummerweise geht die Verbindung zwischendurch mehrmals flöten, so dass wir das Prozedere des erneuten Anwählens und Klingelns und Wählens mehrmals mitverfolgen dürfen. Na gut. Hör ich mal nach links rüber. Ist aber längst nicht so spannend; da wird nur ein Arzttermin verschoben („Ich kann Montags Nachmittags am besten, geht das?“), bei einer Freundin nachgefragt, ob der Brief schon da sei und jemand Drittem mitgeteilt, wo man jetzt gerade ist und wann man ungefähr am Hbf ist. Och menno. Wenn ich schon mithören muss, dann aber bitte ein bißchen mehr Inhalt, klaro??? Horch ich also wieder hinten mit. Seeehr interessant. Schließlich stellt sich hier gerade die Frage, unter welchem Namen IHR Gesprächsteinehmer sie wohl im Handy abspeichern könnte. „Quasselstrippe“, denk ich spontan…

Das nächste Mal sollte ich mir vielleicht Ohrstöpsel mitnehmen, überlege ich sinnend. Marke Formel 1-Schumi-Gedröhne-Abhalter. Obwohl – dann hätte ich wahrscheinlich die Stimme des Mitarbeiters der Bahn nicht vernommen und wäre in Solingen gelandet. Meine S-Bahn hielt nämlich angeblich nicht auf dem gewohnten Bahnsteig 12. Da stand zwar eine, aber an der stand „Sonderfahrt“ dran. Abweichend fahren wir also mal gegenüber vom Steig 11 los. Sagt jedenfalls die Anzeige. Die dortigen Bahnsteig-Benutzer, die aber eigentlich nach Solingen wollen, schnaufen empört durch die Nase, fassen ihre Klamotten und rennen Treppe runter-Treppe rauf auf Gleis 10. Wir und die bereits in „Sonderfahrt“ Platz Genommenen wollen gerade den auf Gleis 11 einfahrenden Zug entern, als besagte Durchsage kommt: „Zug nach MG fährt NORMAL aus Gleis 12!“
Hä, wie jetzt? „Sonderfahrt“ ist DOCH unsere Bahn? Also alles wieder retour, wir wieder ins Bähnchen auf Gleis 12. Ein, zwei ältere Herrschaften fuchteln verwirrt mit ihren Regenschirmen und haben null Ahnung, in welchem Zug sie nun sitzen und wo sie nun hinfahren. Sie sind kurz davor, in Tränen auszubrechen. Typisches Bahn-Trauma. Die armen Schweine, die nach Solingen wollen und gen Gleis 10 hechelten (der geneigte Leser erinnert sich), müssen aber nu eigentlich wieder auf Gleis 11, weil die dort eingefahrene Bahn nämlich nicht UNSERE, sondern doch IHRE ist…

Fix und fertig komme ich in MG an und steige in den Bus um. Hinter mir hockt ein Kiddie mit Migranten-Hintergrund und Handy in der Hand. Er redet allerdings nicht, sondern hört Musik. Die Kopfhörer hat er aber bei Mama vergessen. Sagte ich schon, dass ich „Hiphop-Rap-Yow-Äiii“ HASSE!??


Trauerspiel

  Kaum hat die Bundesliga wieder angefangen, geht alles so weiter wie in der letzten Saison: als Bayern-Fan muss man
  sich schämen. Früher gefürchtet, heute bemitleidet… welch ein Trauerspiel in Mainz! Meine Fähnchen fristen ein
  trostloses Dasein unter dem Bett. Was soll frau dazu noch schreiben??? Ich gehe in vielen Dingen (in vielen, nicht in
  allen!) konform mit dem, was Bayern-Fans heute in einem offenen Brief an Verein und Medien schrieben: hier klicken.
  Sehr geehrter Herr Hoeness und Co.: vor allem möchte ich endlich wieder was Ordentliches im Tor stehen haben und
  keine Fliegenfänger, menno!
Ich glaub, ich geh mir vorsichtshalber noch mal angucken, wann genau die Saison nächstes Jahr zuende ist. Hm. Letzter Spieltag ist am 8. Mai 2010. Laut meiner Rechnung dürften es also noch 257 Tage sein, bis das Elend ein Ende hat. Am besten, ich mach‘ mir eine Strichliste… 🙁


Sommergrippe und Bahnfahren

Nein, es macht wirklich keinen Spaß, bei 30 Grad Außentemperatur mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Düsseldorf zum Zahnarzt zu fahren. Am Niederrhein (und ich nehme an, in Deutschland generell) hat man es nämlich immer noch nicht geschafft, alle überregionalen Züge mit Klimaanlagen auszustatten. Das macht wirklich Laune, bei DEN Temperaturen erst in einem brutkastenheißen Bus, dann in einer tropenhausähnlichen Regionalbahn und zuletzt in einer saunamäßigen Straßenbahn anderthalb Stunden durch die Gegend zu schaukeln! 🙁
Und dann zu DEM Preis! Die Bahn hat ja wieder mal die Preise erhöht; für eine EINFACHE Fahrt von MG nach D bezahlt frau nun 9,20 anstatt 8,90 Euronen – Wucher! Beim Zahnarzt kommt frau dann pleite und klitschnaß geschwitzt, also völlig groggy an – und hat dann noch nette kleine Wurzelbehandlungen vor sich…
Kein Wunder, wenn frau sich dabei eine dicke Sommererkältung holt, wie jetzt bei mir geschehen. Halsentzündung, Schnupfen, Bronchitis, Schüttelfrost und Schweißausbrüche. Naja, so lange es nicht die Schweinegrippe ist, kommentierte mein Göttergatte trocken… Höchst ärgerlich das Ganze, und das bei DEM Wetter. Und noch viel ärgerlicher, wenn frau dadurch einen lange geplanten Fotostammtisch verpasst.
Wenigstens gibts zur Ablenkung Leichtathletik-WM im TV. Werde ich also mit Usain Bolt das WE im Bettchen verbringen und mich pflegen, damit ich nächsten Dienstag tapfer zu meiner nächsten Expedition in Sachen Zahnarzt aufbrechen kann. Schätze mal, ich besorge mir dieses Mal aber vorher ’nen Tropenhelm…


Demnächst: Fotoblog und neues Design

Irgendwie, bemerke ich gerade beim Durchsehen, mutiert dies hier langsam zu einer Bildershow. So war das eigentlich nicht gedacht – anscheinend muss ein Fotoblog (u.a. für neue Bilder) her. Werde ich in meine demnächst online gehende Fotoseite integrieren. Jawohl. Die, so hoffe ich, in der Woche zwischen dem 31. August und 6. September online gehen wird – übrigens dann schon im neuen (schwarz-weißen) Design. Meine Homepage werde ich ebenfalls relaunchen; deren Design ist über zehn Jahre alt und wird auch gerade überarbeitet. Und wenn ich damit fertig bin, kommt als Letztes dieser Blog an die Reihe. Den möchte ich mit Hilfe von WordPress auch an das neue Design anpassen. Für Arbeit ist also gesorgt…


Buchbesprechung(en)

Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen“ von Mitch Albom

Ich weiß auch nicht, woher es kommt, aber im Moment flattern mir irgendwie andauernd Bücher auf meinen
Nachttisch, die sich mit dem Thema „Sterben“ beschäftigen (sollte das noch mit dem Tod meines lieben Katerchens
zu tun haben???). Meinem Mann geht es ähnlich, und der war es auch, der dieses Buch entdeckte. Eine hübsche
Geschichte über den alten Eddie, der bei dem Versuch, bei einem Unfall in einem Vergnügungspark ein Kind vor
einer herabstürzenden Gondel zu retten, ums Leben kommt. Als er im „Himmel“ wieder erwacht, begegnen ihm
fünf Menschen, die eng mit seinem Leben zu tun hatten. Und die ihm fünf Lektionen beibringen sollen. Was er aber
zunächst nicht weiß, was ihm erst nach und nach klar wird. So ist er mehr als verwundert, als ihm zunächst ein
ehemaliger Schausteller aus dem Kuriositätenkabinett des Vergnügungsparks empfängt. Und warum, bitte schön,
trifft er ausgerechnet einen ehemaligen Vorgesetzten von der Army, aus dem Zweiten Weltkrieg? Sind das wirklich
die fünf wichtigsten Menschen in seinem Leben? Langsam wird aber klar, dass jedes dieser Leben mit seinem verwoben war, ihn auf sichtbare oder viel öfter unsichtbare Weise begleitet, gelenkt, beeinflusst hat. Und Eddie lernt, dass jedes Leben irgendwie mit dem anderen verknüpft ist. Und dass es vor allem wichtig ist, zu verzeihen. Nicht zuletzt söhnt er sich auf diese Weise auch mit seinem Vater aus.

Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen; eine schöne, kleine Geschichte, die einen wieder einmal nachdenklich zurück lässt. Denn man kommt unweigerlich ins Grübeln, wer wohl auf einen selbst warten könnte… und wen man nach dem Tod gerne noch einmal sprechen würde…

Die beiden anderen Bücher von Mitch Albom habe ich dann direkt anschließend gelesen: das weltberühmte „Dienstags bei Morrie“ und „Ein Tag mit Dir„.

In „Dienstags bei Morrie“  beschreibt Albom die letzten Wochen mit seinem todkranken, an ALS erkrankten ehemaligen
Uni-Professor Morrie Schwartz. In Rückblicken schaut er außerdem auf Erlebnisse aus seiner Uni-Zeit mit Morrie zurück.
Das Hüpfen zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist übrigens charakteristisch für Alboms Bücher und manchmal
etwas nervig, aber durchaus stimmig. Obwohl mir hier das Buch an sich gar nicht so gut gefallen hat, sondern die Person
Morrie: mich hat es sehr beeindruckt, wie er sich seiner Krankheit und dem Tod gestellt hat. Okay, manchmal schlug mir
doch zu sehr das typisch Amerikanische, Konservative durch (z.B. Morries Ansichten zum Thema Ehe), aber einige seiner
Gedanken über das Leben, die Liebe und den Tod haben mich wirklich gepackt.

In „Ein Tag mit dir“ geht es um eine Mutter-Sohn-Geschichte: Chick ist am Tiefpunkt seines Lebens angekommen und
weiß nicht mehr weiter. Also versucht er, Selbstmord zu begehen. Klappt aber nicht. Seinen Sturz von einem Wasserturm
überlebt er – und steht merkwürdigerweise seiner längst toten Mutter gegenüber. Er darf einen Tag mit ihr verbringen
und begreift in dieser Zeit vieles von dem, was in seinem Leben passiert ist. Auch hier geht es um Vergeben und
Verzeihen. Und auch hier bleibt Albom seinem Konzept, seine Geschichten immer in Rückblicken zu erzählen, treu. Ich
fand das Buch nicht so gut wie die beiden anderen; es berührte mich nicht wirklich, und so blieb es für mich einfach eine
nette kleine Geschichte. Mehr nicht.


„So richtig nett ist’s nur…“

 „… in frisch gewaschener Wäsche!“ Unglaublich, wo
  diese Katze überall schläft. Okay, das Bett ist auch
  klasse, aber noch besser ist kuschelige, frische
  Wäsche. Besonders die von Herrchen bietet sich da
  an, wie man sieht. Zusammengelegt ist schön, weil
  Katze da die Unterhemden prima als Kopfkissen
  benutzen kann. Zur Not nehmen wir aber auch den
  Wäschekorb. Wenn nichts anderes da ist. Muss aber
  gut riechen. Sonst geht nix. Findet Kira.  


Neue Lena-Fotos

       Endlich geschafft:
       ich habe die Foto-Galerie von Lena
       aktualisiert und die neuen Bilder von 2009
       (einschließlich ein paar Sommer-Bildern)
       eingefügt.

       Einfach mal gucken unter www.lena.baghiera.de


Buchbesprechung

Alle sterben, auch die Löffelstöre“ von Katrin Aehnlich

Die Geschichte dieses Buches ist schnell erzählt: Paul, Anfang 40, verheiratet und Vater eines kleinen Sohns, stirbt einen Tag vor Silvester an Krebs. In einem Brief bittet er seine beste Freundin Skarlet, bei der Beerdigung die Grabrede zu halten. In den kommenden Tagen überlegt diese nun, was sie sagen soll – und erinnert sich dabei in Rückblenden an ihre Zeit mit Paul.

So einfach könnte man den Inhalt beschreiben, aber es geht um viel mehr: nämlich um die ungewöhnliche Freundschaft zweier Menschen. Man begleitet Skarlet und Paul dabei, wie sie sich im Kindergarten kennenlernen, wie sie ihre Jugend erleben und den Mauerfall, den Aufbruch ins Leben, eine Familie gründen. Nach und nach wird dabei das Besondere dieser Freundschaft deutlich: beide schon durch ihre Persönlichkeit Außenseiter in der damaligen DDR-Gesellschaft, war es logisch, dass ausgerechnet die beiden sich zusammen fanden… Was mir bei dem Buch übrigens auch gut gefallen hat, ist der Blick auf eine Kindheit in der ehemaligen DDR. Geschrieben ohne Pathos, ohne Wehklagen „über die Zustände“ – einfach nur beschrieben, wie es damals dort so war als Kind. Und ich musste schmunzeln bei dem Gedanken, dass man als Kind im Osten wie im Westen an den gleichen Dingen zu knabbern hatte, nämlich an ekliger Haut auf der Milch, schief sitzenden Strumpfhosen, entsetzlichen Bastel- und Handarbeitsaktionen „für die liebe Mutti“, usw.

Fazit: eigentlich keine herausragend spannende Story, sondern eher alltäglich. Die Freundschaft der beiden war jedoch nicht alltäglich, und die Autorin schafft es, einem genau das zu vermitteln. Besonders gefallen hat mir dabei ihr Stil: nicht spektakulär oder dramatisch, sondern ruhig und sanft fließen die Worte wie ein Fluß dahin – eben auch irgendwie fast alltäglich, aber eben doch nur fast. Umso eindringlicher setzt sich das Besondere an diesem Buch in einem fest. Nach und nach wird nämlich auch die unendliche Trauer von Skarlet deutlich; Skarlet, die ihren besten Freund verloren hat – und ein Stück von sich selbst. Und trotzdem (oder gerade deswegen?) wird sie weiter leben, mit dem Gedanken an Paul und seine Geschichten, und nicht vergessen. Ein kleines großes Geschenk. Wie dieses Buch – finde ich jedenfalls.

Alle sterben, auch die Löffelstöre“ von Katrin Aehnlich – Seiten: 249; Verlag: Piper; ISBN: 3492251412; Preis: 8,95 Euro*****