Monat: September 2009

Eishockey: Rheinisches Derby

Nachdem ja Anfang September endlich auch wieder Eishockey begonnen hat, steht am heutigen fünften Spieltag mal wieder das Rheinische Derby zwischen den Kölner Haien und der DEG an. Zum 184. Mal spielen die Düsseldorfer gegen Köln. Dabei gilt es für die Metro Stars, die Gesamtbilanz aufzupolieren: 91 Siege stehen für die Kölner zu Buche während es die DEG bislang auf 81 Erfolge bringt. Und auch sonst ist die bisherige Saisonbilanz der DEG eher durchwachsen: zwei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber, darunter das bittere 0:1 vom vergangenen WE gegen Kassel. Anpfiff ist heute Abend (18.09.) um 19.30 Uhr in der Kölner Lanxess-Arena. Am Sonntag (20.09.) spielt die DEG
                                 dann daheim um 18.30 Uhr im ISS Dome gegen den Tabellenletzten Straubing.

Nachfolgend die September-Spiele und -Ergebnisse:

04.09.: Ingolstadt – DEG  5:2
08.09.: DEG – Wolfsburg  4:0
11.09.: Iserlohn – DEG      1:3
13.09.: DEG – Kassel        0:1
18.09.: Köln – DEG            5:4 n.V.
20.09.: DEG – Straubing   2:3
24.09.: Hannover – DEG   3:4 n.P.
27.09.: DEG – Mannheim  4:2


Schnitzel-Schlacht an der Mosel

  Mein armer GöGa: seitdem er 50 ist, wird er von der holden Weiblichkeit anscheinend nur
  noch als „lieber Papi“ o.ä. wahr genommen. So beklagte sich mein Gatte die Tage, dass
  ihn einige Kolleginnen beim nachträglichen Gratulieren zum Geburtstag dementsprech-
  end in die Arme geschlossen hätten. Tja, als „Best Ager“ mutiert man plötzlich zum väter-
  lichen Freund… 😉 Passend zum neuen Lebensabschnitt gestalten wir nun auch unsere
  Freizeit. Neulich gings nach Cochem an die Mosel. Sehr hübsch dort unten, aber ein
  Rummel wie auf einer Kirmes. Mittagessen gestaltete sich auch schwierig: nachdem wir
  in einem oberflächlich ganz nett aussehenden Lokal am Ortseingang heldenhaft die
  Schlacht um einen Tisch auf der Terrasse gewonnen und mangels Auswahl („kleine
  Gerichte erst ab 15 Uhr!“
) jeder ein Jägerschnitzel geordert hatten, erhielten wir schließlich etwas Braunes in einer merkwürdig-undefinierbaren, fensterkittähnlichen Pampe, in der ganze vier (!!!) Champignons schwammen. Ach nee, stimmt gar nicht: vier ChamignonSCHEIBEN! Frustriert gondelten wir anschließend mit der Seilbahn auf den hinter der Stadt liegenden kleinen Berg „Pinnerkreuz„, vom dem aus man einen wirklich fantastischen Blick auf die Reichsburg, die Stadt und das Moseltal sowie das anschließende Enderttal mit der Ruine der Winneburg hat – da hüpft das
Fotografenherz vor Freude! Nach einem Eiskaffee waren wir wieder milder gestimmt und besorgten uns in der Cochemer Senfmühle noch einen leckeren historischen Senf, ehe es langsam gen Heimat ging. Tja, so sehen heute Kaffeefahrten für Senioren aus… 😉
Um das wieder auszugleichen und ein wenig am Jungbrunnen zu naschen, haben wir uns anschließend denn auch endlich „Harry Potter und der Halbblutprinz“ angesehen. Übrigens
in einer Privatvorstellung – wir hatten das ganze Kino für uns alleine! Nett, so ohne Papiergeraschel, Popcorngemampfe und Zwei-Meter-Mann vor sich; kann frau sich dran gewöhnen. Als nächstes gehts nun in „Wickie und die starken Männer„. Wenn das nicht
reicht, um wieder Frischezellen zu tanken, weiß ich’s auch nicht…


Sprache

Habe bei Caia ein schönes Zitat aus dem Buch ihrer Schwester gefunden: „Wie ein spiegelglatt zugefrorener See, unter dessen Eisfläche die Fische hin und her schießen, so war auch hier so manches unter einer dicken Schicht aus Schweigen verborgen“ (Juliane Korelski: Die Bastardin). Ich habs ja nicht so mit historischen Romanen. Aber das gefällt mir. Hübscher Vergleich.


Ein halbes Jahrhundert

Hipp Hipp Hurra!

Kaum zu glauben, aber wahr:
mein Göttergatte Stefan wird heut‘
50 Jahr‘!

Ich gratuliere Dir ganz herzlich, mein Pumachen…
HDGDL!

Zum Geburtstag hat sich mein GöGa von seinen Gratulanten und Gästen übrigens Folgendes gewünscht:

  • keine Bemerkungen über Gewicht, Haarfarbe, Haarmenge, Hautfalten, Bauchumfang
  • keine Vokabeln wie „zweite Lebenshälfte“, „Rest deines Lebens“, „Best Ager“ oder „UHU“ (unter Hundert)
  • keine Rückfragen nach Sehstärke oder Hörvermögen
  • keine sexuellen Anspielungen wie „Ausdauer“ oder „Häufigkeit“

und vor allem:

  • im Umgang mit ihm LAUT und DEUTLICH sprechen…

Heute vor 70 Jahren…

… begann der Zweite Weltkrieg. Rund 55 Millionen Tote und an die 60 Millionen Versehrte, Obdachlose und Verwaiste. Allein in Deutschland über 12 Millionen Geflohene und Vertriebene. Was für eine schreckliche Zeit…
Im TV laufen seit Tagen viele Sondersendungen zu dem Thema, von denen ich mir auch etliche angesehen habe. Besonders beeindruckt hat mich gestern Abend eine Doku namens „Sommer ’39„, mit farbigem Archivmaterial aus dem Sommer 1939. Sehr ungewöhnlich, da man anhand der Filme
(viel Privatmaterial dabei) den Alltag der Menschen damals in Europa quasi „live“ mitverfolgen konnte: es war ein heißer Sommer, man ging baden, amüsierte sich. Einige Menschen hatten Angst vor einem Krieg, andere bekamen dagegen gar nichts mit und genossen einfach nur ihren Urlaub, und wieder andere steckten schon mitten drin in den Kriegsvorbereitungen. Sehr interessant anzuschauen; es gibt auch ein Buch (Werner Biermann: Sommer 39) dazu.
Gut gefallen hat mir außerdem die Doku „Der unbekannte Soldat“ von Michael Verhoeven, in der er die beiden so umstrittenen Wehrmachtsausstellungen (1995-1999 bzw. 2001-2004) des Hamburger Instituts für Sozialforschung auf mehreren Stationen begleitet, die Zuschauer beobachtet, die Ausstellungs-Verteidiger und -Gegner interviewt und Historiker und Experten zu neuesten Forschungsergebnissen zum Weltkrieg befragt hat. Beim Gebrüll der Neo-Nazis wurde mir ganz anders, und beim Geschimpfe ewig Gestriger auch. Aber ich konnte auch diejenigen verstehen, die da mit Plakaten standen, auf denen zu lesen war: „Mein Opa war kein Mörder!“ Ebenfalls sehr interessant anzusehen und unbedingt empfehlenswert; wird am Montag, 7. September, um 23.15 Uhr noch einmal im WDR gezeigt.