Monat: Juli 2010

Alle(s) kapuuuttt!

Irgendwie ist zur Zeit mal wieder der Wurm drin: passend zum Urlaub meines armen GöGa liegen beide Schwiegereltern im Krankenhaus, und anstatt irgendwohin zu fahren, juckeln wir nun ständig ins Krankenhaus und pendeln zwischen zwei Etagen hin und her. Nee wie schön… Dann habe ich mir schlauerweise einen Zahn böse abgebrochen; der Zahnarzt stellte bei der Behandlung fest, dass ich tagelang mit einem offenen Nerv rumgelaufen bin – kein Wunder, dass das so weh tat… Und zu guter Letzt sind wir andauernd offline: unser Sch…-Internet hat immer noch Macken. Habe heute stundenlang keine Mails abrufen können, Internetverbindung geht im Minutentakt flöten – kennen wir ja alles schon. Habe dann fuchsteufelswild die Hotline angerufen (inzwischen zum dritten Mal!) und darauf bestanden, dass ein Techniker raus kommt und sich die ganze Sache mal vor Ort ansieht; der kommt morgen Nachmittag, wenigstens was. Interessanterweise funktionierte justament in dem Moment, als ich den Typen von der Hotline an der Strippe hatte, alles – und ging in der Zeit unseres Gesprächs auch nicht wech… 
 
    Da wirste doch bekloppt!     


Todesparade…

Als gestern Abend die ersten Nachrichten von der Katastrophe bei der Loveparade eintrudelten, erst mal unsere Kiddies angesimst. Gott sei Dank geht es allen dreien gut; keiner war hingefahren. Vom jüngeren Sohn meines Mannes waren zwar rund zehn Kumpels dort, aber zum Glück alle wieder heil heimgekommen. Und die Freunde meiner Tochter auch; die vermisste bis heute noch eine Freundin, die dann aber zum Glück auch endlich auftauchte – zwar mit Blessuren, aber lebendig!!!
Und mir geht schon den ganzen Tag lang das Bild der betroffenen, unglücklichen Eltern nicht aus dem Kopf, an deren Haustür die Polizei anstatt des geliebten Kindes klingelte. Mein Gott. 🙁


Heike/Heiko lebt

Das am Montag aus dem Nest und mir vor die Füße gewehte Vogelbaby hat sich als kleine Taube heraus gestellt. Erst hatte ich ja arge Bedenken, ob das kleine Tierchen überlebt, aber nach Auskunft der menschlichen Amme/Adoptiv-Vogelmama frisst Heiko/Heike (so soll das Täubchen mal heißen), bewegt munter seine Flügelchen und die Verdauung klappt auch. Na bitte! Ein kleines Leben mit vereinten Kräften (vorerst) gerettet! 🙂
Unser Telefon/DSL funktioniert übrigens wieder. Die Techniker konnten trotz weiterer arger Aussetzer keine Störung finden (???); ein netter T-Online-Mitarbeiter hat dann unsere Leitung runter- und wieder hoch gefahren und sich mit mir das Logbuch des Routers angesehen. Nischt. Seltsam. Nach wie vor gestern aber andauernde Störungen – tierisches Gerausche in der Telefonleitung, und das hektische Geblinke der DSL-Leuchte am Router machte mich schon ganz fuchtig! W-LAN funktionierte allerdings. Dann, gestern Mittag, plötzlich die Wende: die Leuchte beruhigte sich und ist seitdem dauerhaft an – und wir wieder am Netz. Woran es nun lag? Keine Ahnung. Was passiert ist, damit alles wieder okay ist? Keine Ahnung. Technik. naserümpf* 


Sturmschäden: Vogelbaby und Telefon

Vor drei Tagen hat es bei dem Sturm, den wir um die Mittagszeit hier hatten, im Garten alles Mögliche verweht: unser kleiner Sonnenschrim flog (aufgespannt!) durch die Gegend, die Markise war kurz davor, sich zu verabschieden, Blumenkübel kippten zuhauf um, Äste flogen hoch durch die Lüfte und ein Vogelbaby wehte es aus seinem Nest direkt auf unsere kleine Steintreppe im Garten. Das Vogelbaby wird nun von der Schwester einer Freundin meiner Nachbarin gepäppelt, die Pflanzen sind wieder aufgerichtet, aaaber – anscheinend hat es bei dem Sturm auch unsere Telefon- und DSL-Leitung zerschnetzelt.
Beim Telefonieren knistert es wie verrückt, und Internet geht nur noch sporadisch: mal ist man drei Minuten online, dann wieder 17 Minuten off, dann gehts fünf Minuten, danach zwei Stunden nicht… Zum Wahnsinnig-Werden!!! Ein Anruf bei der Hotline von T-Online ergab eine Störung (ach was!), die man nun versuchen will zu beheben. Falls das nicht funktioniert, müsse ein Termin vereinbart werden und ein Techniker raus kommen. Letzteres kann dauern… 🙁
Nun bin ich nur eingeschränkt erreichbar. An alle, die auf ’ne Nachricht warten: kann noch was dauern – sorry! Und wieder denke ich: wie gut, dass ich noch mein iPhone habe und wenigstens damit online gehen kann… 


Ken Rockwell ist der Chuck Norris der Fotografie

Wo wir gerade beim Thema Fotografie sind: habe ich eigentlich schon die Ken Rockwell-Sprüche eingestellt? Nee, ich glaube nicht… Alsooo. Sicherlich kennen viele von Euch die legendären Chuck Norris-Sprüche (falls nicht: hier klicken!). Mein Favorit ist ja dieser hier: „Chuck Norris ist vor zehn Jahren gestorben. Der TOD hatte bis jetzt nur noch nicht den Mut, es ihm zu sagen…“ pruuust***
Seit einiger Zeit gibt es jedenfalls diese Sprüche auch über den Fotografie-Guru Ken Rockwell. Wer das ist? Ein Fotograf mit eigenem Blog, einer Unmenge von Kamera- und Objektivtests, vielen Sprüchen von lustig bis eigenartig, an dem sich die Geister in der Fotografie-Szene scheiden. Ich persönlich lese bei ihm ganz gerne Tests nach und finde ansonsten, man sollte ihn und seine Schreiberei wie alles auf der Welt als Anregung zum Nachdenken nicht zu ernst nehmen, dann fährt man damit ganz gut (nachzulesen ist er hier).

Genial sind auf jeden Fall die Ken Rockwell-Sprüche, übrigens auch für Nicht-Fotografen teilweise ganz witzig zu lesen:

  • Ken Rockwells Kamera hat ähnliche Programme wie unsere.
    Es sind: P[erfect], Av[Awesome Priority, Tv[Totally Awesome Priority], M[ajestic].
  • Ken Rockwell stellt die Tiefenschärfe nicht an der Kamera ein. Er beeinflusst Zeit und Raum.
  • Ken Rockwell wartet nicht auf das richtige Licht für eine Landschaftsaufnahme. Das Licht wartet auf ihn.
  • Ken Rockwell dreht seine Kamera nicht für Hochformatbilder. Er dreht die Erde.
  • Ken Rockwell hat mal ein “L”-Objektiv bei Nikon bestellt – und bekommen.
  • Ken Rockwell hat als einziger Mensch Jesus fotografiert. Allerdings hatte er keinen Film dabei und musste darum ein Tuch benutzen.
  • Wenn Ken Rockwell eine Belichtungsreihe macht, gewinnen die 3 Bilder den ersten Preis in 3 unterschiedlichen Kategorien.
  • Bevor Nikon oder Canon neue Kameras herausbringt, geben sie sie Ken zum Testen. Die besten bekommen ein Nikon-Logo, die nicht ganz so guten ein Canon-Logo.
  • Einmal testete Ken eine Kamera, die sogar zu schlecht für ein Canon-Logo war. Das war die Geburtsstunde von Pentax.
  • Nur Ken Rockwell kann ein Foto von sich machen. Alle anderen bekämen nur eine extreme Überbelichtung durch Kens strahlende Genialität.
  • Ken Rockwell ist der einzige, der Selbstporträts von Dir aufnehmen kann.
  • Ken Rockwell hat einmal ein Teleobjektiv entwickelt. Ihr kennt es als das Hubble-Weltraumteleskop.
  • Wenn Ken eine neue CF-Karte aus der Verpackung nimmt, ist schon ein Meisterwerk drauf.
  • Porträts von Ken sind so lebensecht, dass sie Steuern zahlen müssen.
  • Das Papierkorb-Icon auf Kens Desktop ist in Wirklichkeit ein Link zum National Geographic Magazine.
  • Von zehn Aufnahmen, die Ken Rockwell macht, behält er elf.
  • Ken Rockwells Digitalfotos bestehen aus Nullen, Einsen UND Zweien.
  • Ken Rockwell fokussiert nicht. Alles bewegt sich in seinen Schärfebereich.
  • Ken Rockwells Fotos sind so perfekt, dass er eine eigene Photoshopversion besitzt. Sie besteht lediglich aus einem “Schließen-Button”.
  • Ken Rockwell ist nicht der Chuck Norris der Fotografie – Chuck Norris ist der Ken Rockwell der Martial Arts.

Am besten finde ich die mit dem Canon- und Pentax-Logo… muahahaha***    
(Das englische Original gibt es hier.)


Buchtipp: Nikon-Fotografie

Es wird mal wieder Zeit für einen Buchtipp – dieses Mal aus dem Bereich „Fotografie“. Ich lese gerade das Buch „Nikon-Fotografie: fotografieren lernen mit Nikon – Technik, Fotoschule, Bildbearbeitung und Archivierung“ von Michael Gradias. Den Autor kenne ich von mehreren Kamera-Büchern; für dieses Buch hat er lt. Inhaltsangabe über ein Jahr recherchiert und angeblich alles eigenhändig selbst zusammengestellt, vom Text und Satz über Fotos und Grafiken bis zur Gestaltung und zum Umbruch. Als ich das Buch bei Amazon sah, konnte ich als bekennende Nikonianerin einfach nicht dran vorbei…
Und das Buch ist eine wahre Fundgrube für Nikonianer! Vor allem der erste Teil zaubert bei mir ein Lächeln auf die Lippen, ich schwelge beim Lesen in Erinnerungen: geschildert wird nämlich die Nikon-Geschichte, chronologisch geordnet begegnen einem die guten alten analogen Nikons. Wehmütig erinnert man sich an Schätzchen wie die F3 oder die FA, die einem „damals“ begegneten; Kameras, mit denen man selber mal fotografiert hat; High-End-Kameras wie die F4 oder F5, die der eine oder andere Kollege sofort nach Erscheinen besaß und um die man ihn glühend beneidete, bis man sich selber was Adäquates leisten konnte, und natürlich die eigenen Kameras, die heute in der heimischen Vitrine ein stilles Dasein fristen. Die Übersicht über Nikons Digitale ist ebenfalls lesenswert. Gleiches gilt auch für die Themen Objektive, Zubehör etc. Die beiden anderen Teile des Buches (Grundlagen der Fotografie bzw. Bildbearbeitung) interessieren mich persönlich nicht ganz so sehr; dazu habe ich ausführlichere Bücher, aber mal sehen, ich lasse mich gerne überraschen.

Fazit: vor allem toll für diejenigen, die schon mehrere Kameras der Marke Nikon hatten/haben, aber auch für Neu-Nikoniaer ein prima Buch! Meine bisherige Wertung: ***, vielleicht kommt noch ein vierter Stern dazu, wenn ich das Buch komplett gelesen habe.

Update 16.07.2010: habe das Buch nun komplett gelesen. Abschließende Meinung: es bleibt bei drei Sternen. Interessant ist das Buch vor allem für Anfänger bzw. Ein- und Umsteiger, die sich mit einer Nikon an die digitale Fotografie wagen und auf der Suche nach einer allgemeinen Fotoschule sind. Michael Gradias erklärt Grundlegendes verständlich und übersichtlich, und auch die Beispielfotos können sich sehen lassen. Für alte, erfahrene Nikonianer ist das Buch eher weniger geeignet, für Nikon-Neulinge sicher lesenswert!

Nikon-Fotografie, Autor: Michael Gradias; Seiten: 416; Verlag: Markt und Technik; ISBN: 3827246539; Preis: 39,95 Euro***


Endlich…

… ist Land in Sicht: im dritten Anlauf dürfte meine lang geplante Foto-Homepage Ende Juli fertig sein! Ich bin eifrig am Texte schreiben und Bilder bearbeiten; das Design steht zwar noch nicht so ganz fest (ich schwanke zwischen drei Varianten), aber auch das dürfte sich bald erledigt haben. Nebenbei habe ich ein Objektiv-Schnäppchen in der „Bucht“ gelandet, und zwar während des Deutschland-Spiels um Platz 3 – kaum ein Mensch tummelte sich da im Netz, kaum Konkurrenz bei den Auktionen! Heute Abend während des Endspiels werde ich noch einmal auf Schnäppchen-Jagd gehen; mal gucken, welche interessanten Auktionen in Sachen Foto dann auslaufen… 😉

Edit 23.8.: Durch den Todesfall in unserer Familie wird das mit der Foto-HP erst Ende September/Anfang Oktober was; habe derzeit einfach zu viel zu tun…


Ein Jahr her…

… Lahti, ich denke an Dich.

.


Wie „uns“ die Welt sieht

Was ich total gerne mache nach so einem tollen Spiel wie dem 4:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien? Lesen,
was die Weltpresse alles so über „uns“ schreibt! Da waren gestern die tollsten Sachen zu lesen: Zeitungen aus Bulgarien und der
Türkei konnten es mal wieder nicht lassen, über die „deutschen Panzer“ zu schreiben, in den USA wird auch Merkwürdiges von
sich gegeben, aber es war auch sehr viel Anerkennendes zu lesen – nachfolgend eine Auswahl:

 Argentinien

La Nacion: „Tiefer Schmerz! Deutschland entblößt die Schwächen Argentiniens und schmeißt uns aus der WM. Das erste Gegentor war ein ewig lang wirkender Schock.“
Clarin: „Die Seleccion verlässt die WM gedemüdigt. Deutschland beherrschte das Mittelfeld, hatte mehr Chancen und Schweinsteiger als Herrn aller Aktionen. Und Argentinien? Wille, Drang, taktische Unordnung. Die Kanonen unserer Angreifer wurden nicht gezündet.“
Pagina 12: „Ein wahrer Tanz der Deutschen. Mesut Özil, der beste Spieler der WM, zog die Fäden im Mittelfeld. Deutschland hat sich zum ernstzunehmenden Kandidaten auf den Titel entwickelt.“
El Grafico: „Bei den Kontern hatte Deutschland noch den Chip aus dem Englandspiel in sich.“

 Brasilien

Lance: „ Argentinien, auch ihr könnt zurückfliegen. Weder alle Heiligen noch die Stars in der Offensive waren ausreichend, um das neue Deutschland mit Polen, Türken, Tunesiern und sogar Brasilianern zu stoppen.(…) Deutschland steht im Halbfinale als größter Favorit auf den Titel.“
Placar: „Tschüss Brüder. Das Blitztor stürzte Argentinien ein.“
O Globo: „Puh, Maradona läuft nicht nackt um den Obelisken.“

 Indien

The Sunday Express: „Gott ist kein Argentinier.“

 Frankreich

L’Equipe: „Das ist eine Mannschaft! Das deutsche Solokonzert. Mit einer beeindruckenden Effizienz hat Deutschland Argentinien im Viertelfinale zerissen. Mit zwei weiteren Toren im Wettbewerb hat Klose eine neue Geschichtsseite geschrieben und seine Auswahl unter die letzten Vier gebracht. Am Ende gewinnt immer Deutschland. An diesem Samstag ist dieser Spruch im Green Point Stadion erneut bestätigt worden. Und in was für einer Art und Weise bitte! Die Deutschen sind auf dem Weg, ihren vierten Stern zu holen und sind von jetzt an die großen Favoriten. Denn, Achtung, am Ende gewinnen immer sie.“
Le Parisien: „Deutschland auf einem anderen Planeten. Die Spielweise schlägt alle Fußball-Liebhaber in ihren Bann. Deutschland ist das Symbol einer neuen Ära: im Strategischen und Physischen sind sie der Konkurrenz voraus.“

 England

The Sun: „Not even Klose (nicht mal knapp). Deutschland hat Diego Maradonas stargespicktes Argentinien zerstört. Deutschlands Sternchen sind noch nicht so bekannt, aber Löws Jungs haben ihre Gegner in einer überzeugenden Art und Weise verblüfft. Messi hat alles getan, was er konnte, um sich nach der Pause zurück ins Spiel zu bringen, doch er wurde von einer felsenfesten deutschen Abwehr frustriert zurückgelassen. An der Seitenauslinie stand Maradona hilflos, als Deutschland zum Todesstoß ausholte.“
The Observer: “ Deutschland erntet die Früchte seiner Verjüngungskur. England ist in guter Gesellschaft, nachdem Deutschland Argentinien auseinandernimmt und jetzt im Halbfinale auf Spanien trifft. Lentztendlich müssen wir uns auch von einem Klischee verabschieden: dem vom alten geistlosen Deutschland, das einer jugendlichen Erhabenheit gewichen ist.“
News Of The World: „Come on Germany! Wenigstens können wir dann sagen, dass England gegen den Weltmeister ausgeschieden ist.“
Sunday Mirror: „Diego Müllered. Thomas entzündet das deutsche Dynamit, das Maradonas Mob wegpustet. Die Hand Gottes sollte mal die Funktionstüchtigkeit seiner Hotline in den Himmel überprüfen.“
Mail On Sunday: „Messi Misery. Die Deutschen zerstören Diegos Traum. Coach Löw bejubelt eine ‚Meisterleistung‘, nachdem Argentinien den gleichen Weg geht, den schon England ging. An einem glorreichen Winterabend in Kapstadt, vor der Kulisse eines Sonnenuntergangs hinter dem Tafelberg, zeigte die Mannschaft von Joachim Löw den passenden Fußball mit der eindeutig besten Leistung dieser WM. Die Argentinier sind überwältigt worden und alle Engländer wissen, wie sie sich fühlen.“
Sunday Times: „Joachim Löws Männer rennen von Erfolg zu Erfolg. Deutschlands jugendliche Ausgelassenheit, die blitzartige Geschwindigkeit und die grausame Genauigkeit waren zuviel für Diegos Argentinien.“

 Italien

Gazetta dello Sport: „Deutschland über alles! Deutschland siegt, weil dort wahrer Teamgeist regiert. Klose und Müller sind mit ihrer loyalen Konkurrenz das perfekte Paar. Müller ist ein Phänomen. Er ist Stürmer und Mittelfeldspieler, einfach ein kompletter Fußballer.“
Corriere dello Sport: „Deutschland, das perfekte Match! Eine junge und multikulturelle Mannschaft zieht ins Halbfinale ein. Niemand hätte geglaubt, dass das Team unter Löws Leitung so schnell derart beeindruckende Resultate geben würde.“
Tuttosport: „Löws Mannschaft ist jetzt der wahre Favorit dieser WM und zeigt der Welt ein wahres Fest der Tore und des schönen Spiels. Diese Nationalmannschaft sorgt für Euphorie, Enthusiasmus und Verwunderung mit einer Generation junger Phänomene.“

 Spanien

El Mundo Deportivo: „Jetzt geht es gegen das beängstigende Deutschland, das Argentinien mit 4:0 weggefegt hat. Deutschland schlägt Maradonas Argentinien zusammen. Dieses Deutschland macht uns Angst.“
Navarrasport: „Dieses Deutschland macht einem Angst mit seinem überragenden Schweinsteiger.“

 Schweiz

Blick: „Die deutschen Bubis sind an diesem Tag einfach cleverer, cooler und entzaubern die hochgelobte Maradona-Truppe. Deutschland ballert alle weg!“
Tagesanzeiger: „Deutschland erobert die Herzen der Fußball-Fans. Wie schon gegen England zeigte Deutschland beim 4:0 gegen Argentinien großartigen Fußball. Deutschland zerlegte Argentinien regelrecht. Mindestens den Titel des ‚Weltmeisters der Herzen‘, den sie sich vor vier Jahren etwas voreilig selbst gegeben hatten, dürften sich die Deutschen sichern.“
Sonntag: „Das Bild vom deutschen Panzer ist längst vergilbt. Deutschland ist jung, dynamisch, offensiv und vor allem sympathisch. Dafür brauchte es so einen positiv verrückten Trainer wie Löw.“

 Norwegen

Dabladet: „Die ersten sechs Minuten der deutschen Elf rund um das 1:0 waren vielleicht der beste Fußball, der jemals gespielt wurde.“

 Schweden

Expressen: „Man kann das einfach nur genießen. Diese herrliche deutsche Mannschaft lässt das Schwere kinderleicht aussehen.“

 USA

Boston Globe: „Streitet nicht mit einem Deutschland, weder auf dem Platz noch außerhalb.“

 Serbien

Blic: „Das war noch so ein Spiel, das einem den Atem raubte.“

Mein Lieblingszitat stammt übrigens von Olé (Argentinien) und bezieht sich auf Maradonas Faux-pax, als er sich im März bei einer Pressekonferenz weigerte, neben Thomas Müller Platz zu nehmen. Damals hatte Müller sein erstes Länderspiel im DFB-Trikot absolviert und durfte als Dank zusammen mit Maradona zur Pressekonferenz. Zeitgleich kam Maradona auf die Bühne. Als er dann den jungen Müller sah, verließ er wutentbrannt die Bühne und schimpfte laut auf Spanisch vor sich hin. DFB-Sportdirektor Harald Stenger rannte ihm hinterher, versuchte ihn zu beruhigen. Müller musste gehen, Maradona durfte bleiben. Er sah den jungen Müller nur als einen Balljungen an – das war einfach unter seiner Würde…
Nun ist Müller einer der größten WM-Stars, Deutschland im Halbfinale, Argentinien raus. Olé schrieb nach der 0:4-Niederlage gegen Deutschland folglich kurz und knapp: „Diego, der Junge heißt Müller…“