Monat: August 2010

Telefon online abmelden? Pustekuchen!

Mein Lieblingsverein, die Telekom, ärgert mich gerade mal wieder. Muss einen Telefonanschluss abmelden. Sollte im Zeitalter des
Computers eigentlich online gehen. Dachte ich mir. Denkste! Muss man nach wie vor altmodisch per Brief tun. Find ich ziemlich
rückständig. narf*


Taschenmesser mit Teilchenbeschleuniger und Schlafsofa

Es lohnt sich doch immer wieder, im Netz und insbesondere bei A…zon ein wenig auf die Suche zu gehen. Da findet sich zum Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer u.a. folgende geniale Resenzion von J. Dreste:

Wirklich ein fantastisches und handliches Allzweckgerät. Was mich nur ein bisschen stört, ist die Tatsache, daß grundlegende Alltagsfunktionen doch teilweise etwas schwer zu erreichen, bzw. zu bedienen sind. So ist z.B. der integrierte Teilchenbeschleuniger nur dann korrekt in Betrieb zu nehmen, wenn die Nagelfeile und der Korkenzieher in einem Winkel von exakt 107,2 Grad ausgeklappt sind. Nervig ist auch das unangenehme Summen, das der Schutzschild-Generator von sich gibt, wenn der Schild von Luft-Boden-Rakten getroffen wird. Außerdem ist die Notfall-Rettungskapsel mit einer Kapazität von 6 Personen eindeutig unterdimensoniert und kann nur dann abgesprengt werden, wenn das Messer sich in waagerechter Lage befindet. Hier sollte der Hersteller eindeutig nachbessern. Wer aber mit diesen kleinen Einschränkungen leben kann, der bekommt ein Multitool an die Hand, welches man schon nach kurzer Zeit im Alltagsgebrauch nicht mehr missen möchte. Mein persönlicher Favourit ist jedenfalls neben der sauber integrierten Schlafcouch ganz eindeutig die Antigrav-Funktion, mit der sich Lasten bis 300 Tonnen in einem Meter Höhe frei schwebend spielend leicht transportieren lassen, eine unerlässliche Funktion für jeden Familieneinkauf.“

Das ist wirklich die genialste Rezension, die ich je gelesen habe. Immerhin 6.304 von 6.460 Kunden fanden sie hilfreich… Selten so gelacht!!! 

Bei A. Toussaint fand sich dazu dann noch Folgendes: 

„1. Ein Notstromaggregat: Unterwasserschlagbohrer und Lenkratetenziellaser sind zwar in der Theorie äußerst nützlich (und in der Benutzung gewohnt anwenderfreundlich), in der Praxis hat man aber oft keine Steckdose griffbereit. Wieviel mehr Aufwand hätte es da schon bedeutet, ein kleinen Stromaggregat zu integrieren? (Natürlich für den Einsatz unter Wasser geeignet, sonst steht man mit dem Schlagbohrer schon wieder dumm da…)
2. Einen Fluxkonverter: Braucht man ständig, NIE hat einer einen dabei. Auch hier wieder nicht. Warum sträubt sich die Industrie dermaßen dagegen?
3. Eine Repetierarmbrust: Ich verstehe diese Fixierung der Firma Wenger auf Nahkampfwaffen nicht. Da integriert man sowohl Degen als Langschwert, die kaum jemand vernünftig zu handhaben weiß, und bietet keine einzige jagdgeeignete Fernkampfwaffe? Schade!
4. Besser aufgeteilten Stauraum: Dass man bis zu 6 Kästen Bier in den ausklappbaren Stauraum bekommt, ist zwar eine feine Sache, aber was ist mit Anzugträgern? Hier wurde eine tolle Möglichkeit verpasst, eine kleine Garderobe zu integrieren, die ein knitterfreies Aufhängen von Anzügen ermöglicht.“
Allerdings muss ich sagen, dass das von Herrn Dreste erwähnte Summen des Schutzschildgenerators bei mir nicht auftritt. Das Handbuch gibt zu bedenken, dass Sie nie gleichzeitig einen Fluxkonverter in der Nähe in Betrieb haben sollten. Vielleicht war das das Problem?
Lobend erwähnt seien am Ende noch die ausklappbare Encyclopaedia Britannica und der reversible Quantennecator, mit dem es schon mehrfach gelungen ist, Schroedingers Katze zu töten…“

Es lohnt sich wirklich, sich auch mal die anderen Rezensionen zu dem Teil durchzulesen. Da finden sich dann so nette Dinge wie „wir sind letzte Woche in das Messer eingezogen und haben es nicht bereut“, „Als ich mir damit die Nasenhaare trimmen wollte, gabs einen Kurzschluss zwischen dem integrierten Flux-Kompensator und der eingebauten Urananreicherungsanlage. Seither hängt mein linkes Nasenloch im Jahr 1808 fest“, „Die Firma WENGER mußte jüngst folgende Änderung an ihrem Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer durchgeführen: die aktuelle Version des Messers enhält, neben der katholischen und evangelischen Kapellen und der 10-plätzigen Synagoge, zwar noch den bisher zur Standardausrüstung zählenden Gebetsraum für Menschen islamischen Glauben, wurde allerdings, entsprechend der neuen schweizerischen Gesetzgebung, um das bisher enhaltene Minarett gekürzt.“

Und-so-weiter….
Also: unbedingt anschauen – hier noch mal der Link zu dem Teil und allen Rezensionen!!!

 

 

 

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Zappenduster

   Nachdem sich bei uns das Chaos der letzten Tage ein wenig gelichtet hat und wir nicht mehr jeden Tag
   zwischen Krankenhaus, Heim und Behörden hin- und hersausen müssen, können wir langsam mal
   etwas durchatmen. Angesichts des schönen sonnigen Wetters am vergangenen Wochenende haben wir
   uns also am Samstagabend nett auf unsere Terasse gesetzt, ein paar leckere Sachen gegrillt, Prosecco auf den Tisch gestellt, im Hintergrund sanfte Klänge vom fliegenden Holländer André Rieu laufen lassen und glücklich in den abendlich blauen Himmel geblinzelt, wo gerade unsere Garten-Fledermaus Fledi herumsauste. Angesichts des von einer sensationell guten afrikanischen Sängerin gesungenen „Ave Maria“ und der rundum kitschig-schönen Stimmung wollte uns gerade Pipi in die Augen steigen, als es PING machte – und alles aus war. Kein Licht mehr, kein Telefon, kein TV, kein brummender Kühlschrank. Alles tot. Nanu? Sicherungen alle drin, komisch…
Als sich dann draußen vor den Häusern die Nachbarn zusammen rotteten und gegenseitig befragten, wer von ihnen denn die Stromrechnung nicht bezahlt habe (harr harr!), stellten wir fest, dass die gesamte Siedlung stromlos war. Nun gut. Also ein paar Kerzen aufgestellt, den Prosecco geöffnet und die Bar durchsucht auf der Suche nach etwas Leckerem als „Schuss“ für den meiner Ansicht nach doch etwas herben Kribbelkrams.
Schmeckt übrigens gut mit so’nem Pfirsich-Zeugs drin…    
Es ist interessant, wie ruhig es plötzlich ist, wenn keinerlei elektrische Geräte dröhnen, auch nicht in der Nachbarschaft. Was man da alles für Geräusche und Töne hört! Wir genossen jedenfalls die unverhoffte Stille, schauten Fledi bei ihren waghalsigen Flugmanövern zu, versuchten, keine unserer Katzen im Dunkel aus den Augen zu verlieren und griffen zur zweiten Flasche Prosecco. So ein Stromausfall hat was!
Nach anderthalb Stunden wurden wir dann angesichts der unglücklich wirkenden Kühltruhe mitsamt hektisch rot leuchtendem Ausrufezeichen doch etwas unruhig. Hm. Beim Störungsdienst der Stromwerke lief nur noch der Anrufbeantworter, der was von einer „größeren Störung“ sabbelte. Ach was!!! Also draußen mal die Lage sondiert. Eigenartig: bei denen von gegenüber leucht’s wieder, warum bei uns nicht? Die halbe Siedlung lief mit Taschenlampe Patrouille, u.a. kamen auch zwei Nachbarn vorbei, die ich dann kurzerhand auf der Treppe kidnappte und zum gemeinsamen Prosecco-Trinken verdonnerte. Netter Abend. Doch doch. Als dann gegen halb elf mit einem SCHWUPP das Licht wieder anging, waren wir direkt beleidigt…    


Bis auf weiteres…

Wegen eines Todesfalles im engsten Familienkreis melde ich mich für ein paar Tage ab.



Schnacki

*  11.01.1924
+ 04.08.2010

Ganz leise, still und heimlich…


Classic Days auf Schloß Dyck

Sind am vergangenen Samstag bei den „Classic Days“ auf Schloß Dyck gewesen. Schöne Sache! Obwohl ich ja mit Autos sonst nischt am Hut habe, war ich total begeistert, und meine Kamera hat auch endlich mal wieder ordentlich Futter bekommen. Wunderschöne Oldtimer gab es zu bestaunen, dazu tolle alte und neue Rennwagen und auch Motorräder. Es war schon ein Erlebnis, die „Racing Legends“ mal aus der Nähe zu bestaunen: auf einem Rundkurs donnerten die alten Teile ganz schön los! Ich hätte nie gedacht, dass die Dinger damals in den Zwanzigern und Dreißigern schon sooo schnell waren! Und einen Krach machten die Dinger… lustig…

Toll fand ich vor allem die Vorstellung der alten und seltenen Schönheiten im Park. Was man da für Schätzchen zu sehen bekam – mir sagte das Gerede von Hubraum und Zylindern ja nicht viel, aber allein der Anblick ließ einem das Herz aufgehen. DAS waren noch Autos! Diese Formen, diese Farben und Linien, und mit wieviel Liebe die Besitzer dabei waren… Was mich sehr beeindruckte, war der (das?) RAK II, ein Auto mit Raketenantrieb, in dem Fritz von Opel am 23. Mai 1928 mit fast 240 km/h über die Berliner Avus dahinjagte. Das Ding hat Tragflächen wie ein Flugzeug, und bis dato hatte ich so ein Teil noch nie gesehen, geschweige denn etwas von dessen Existenz gewusst! Das Ambiente stimmte im übrigen auch: im Park machten die Leutchen Picknick, viele in zeitlich passende Outfits gekleidet. Da gab es ein Fläschchen Schampus, und zwischendurch wandelte ein Trio und machte stimmungsvolle Salonmusik von damals – herrlich!

Das Einzige, was irgendwie nicht so ganz klappte, war die Sache mit dem Parken. Erst mal kurvten der GöGa und ich wie besessen durch die Gegend, um herauszufinden, wo wir denn parken durften. Ein Polizist, den wir fragten, hatte auch null Ahnung, war aber freundlichst darauf bedacht, uns an das doch leicht undurchschaubare Parksystem zu verweisen. Wir also einige Male hin- und hergefahren. Mit uns diverse Teilnehmer mit ihren Oldtimern, die auch hin- und hergeschickt wurden: wenn wir von einem Punkt in die andere Richtung fuhren, kamen uns immer die selben, ebenfalls herumirrenden Autos entgegen… Schließlich fanden wir dann endlich einen „Park-and-Ride-Parkplatz“. Nu jut, hieß es doch im Vorfeld auf der Homepage, dass die Besucher von Shuttle-Bussen zum Schloß gebracht würden. Ähm… was aber leider Definitionssache war! Unser Shuttle-Bus schmiss uns jedenfalls mitten in einem Dorf an einem Kreisverkehr – raus! Von da ab hieß es – Laufen! Und zwar noch ungefähr zwei Kilometer. Kein Vergnügen mit einem nach und nach immer schwerer werdenden Fotorucksck auf dem Rücken… und zurück mussten wir dann auch wieder latschen…
Der GöGa und ich nahmen es mit Humor und als Fitnessprogramm, aber die irritierten Blicke der anderen Shuttle-Bus-Mitreisenden waren schon gut! 😉

Da ich viele RAW’s aufgenommen habe, bin ich noch mitten in der Bild-Bearbeitung; nachfolgend aber schon mal ein paar Fotos als erster Eindruck! => Klick => Großansicht!

dsc_6267_bearbeitet-kleiner.jpg     dsc_6271_bearbeitet-kleiner.jpg      dsc_6308_bearbeitet-kleiner.jpg     dsc_6339_bearbeitet-kleiner.jpg     dsc_6395_bearbeitet-kleiner.jpg     dsc_6422_bearbeitet-kleiner.jpg     dsc_6458_bearbeitet-kleiner.jpg       dsc_6472_bearbeitet-kleiner.jpg       dsc_6485_bearbeitet-kleiner.jpg       dsc_6543_bearbeitet-kleiner.jpg       dsc_6572_bearbeitet-kleiner.jpg


T-Online mit unseriösen Methoden auf Kundenfang!

Unser seit Wochen gestörtes DSL funktioniert endlich wieder! Nach weiteren ständigen Störungen hatte ich ja letzte Woche mal wieder die Hotline angerufen und darauf bestanden, dass ein Techniker zu uns nach Hause kommt und sich die Sache mal vor Ort ansieht. Wer aber (zunächst) nicht kam, war der Techniker – statt dessen flatterte uns die Auftragsbestätigung für einen neuen Vertrag ins Haus. Hä? Auftrag? Neuer Vertrag??? Ich also mal wieder leicht wutentbrannt die Hotline angerufen. Dort konnte man uns nur sagen, dass der neue Vertrag um ein paar Euronen günstiger sei als der alte. Ja schön. Habe ich aber trotzdem nicht bestellt. Nicht? Ja, dann habe der Mitarbeiter vom Vortrag das wohl „einfach so mal gemacht“ und auf „Versenden“ gedrückt, ohne uns zu fragen, war die lahme Erklärung… aber es sei ja günstiger… 
???
Wir haben das Ganze erst mal nur unter Vorbehalt laufen lassen. Günstiger hin oder her – ich finde es eine Frechheit, „einfach mal eben so“ einen neuen Vertrag abzuschließen, den wir nie in Auftrag gegeben haben!!! Vermutlich dürfte das Ganze passiert sein, weil ich am Vortag mit Kündigung gedroht hatte; also schnell ein bißchen mit dem Preis runter und mal sehen, ob wir uns rühren… Und der Pferdefuß an der Sache? Na, ist doch klar: erneute Vertragsbindung für zwei volle Jahre…
Als der bestellte Techniker dann auch nicht kam und wir hier wartend herum saßen, war Anruf Nummer sechs bei der Hotline fällig. Mit nur vier Stunden Verspätung trudelte dann Abends tatsächlich noch ein Techniker bei uns ein, der sich dann aber sehr bemühte und auch endlich den Fehler fand – war natürlich doch ’ne externe Leitungssache. Aber wie hatte es noch so schön zwei Wochen vorher von T-Online geheißen? „Bei Ihnen ist kein Fehler festzustellen“… Nö, BEI UNS NICHT!!!