Monat: Februar 2012

Antischnief oder Mein neuer Schnuddel

Nachdem ich im Januar/Anfang Februar drei Wochen lang richtig heftig mit einer Grippe zu tun hatte, dachte ich eigentlich, es ginge nun gesundheitlich wieder aufwärts. Denkste! Prompt wachte ich vor rund 10 Tagen jede Nacht mit heftigen Kopfschmerzen auf; es pochte in der Stirn, das Bücken tat weh, im oberen Kopfbereich tat alles weh – na toll: Sinusitis! Und zwar eine ausgewachsene, die auch mittels Einnahme von Medikamenten nicht weichen wollte.

Zum Arzt konnte/wollte ich nicht, da ich ein Antibiotikum wegen der Resistenzgefahr nur ungern einsetze und nur dann, wenn es wirklich unumgänglich ist. Außerdem habe ich auf das letzte Antibiotikum vor 1 1/2 Jahren allergisch reagiert, und dann war auch noch Karneval – hier im Rheinland ist es dort ziemlich utopisch, eine geöffnete Arztpraxis zu finden, weil alles Urlaub macht. Nach mehreren Nächten ohne Schlaf ging ich aber mit den Nerven zu Fuß – und wollte insbesondere die Schmerzen loswerden. Normale Inhalationen mittels Kochpott und heißem Wasser vermeide ich eher, weil ich das Talent dazu habe, mir den Krams eher über den Schoß zu kippen. Also musste endlich ein richtiger Inhalator her! Nicht die schlechteste Investition, zumal ich Polllenallergikerin bin und insbesondere im Frühling und Frühsommer ständig mit einer verstopften Nase zu kämpen habe.

Folglich hielt bei mir nach längerer Recherche Anfang der Woche ein INQUA BR021000 Einzug; auch genannt Antischnief oder schlicht und einfach – Schnuddel. Und: welche Wohltat! Das Inhalieren mit NaCl (isotonischer Kochsalzlösung) tut unheimlich gut, pustet alles frei und hilft mir wirklich. Zeitgleich habe ich mir noch ein homöopathisches Mittel namens Cinnabaris (Zinnober) aus der Apotheke geholt, und die Kombi aus Inhalationen und Globuli hat es geschafft, dass ich nach nur drei Tagen kaum noch Beschwerden hatte.

Natürlich gibt es mit den PariBoys noch bessere Geräte, aber die kosten auch mindestens das Doppelte. Ich jedenfalls bin mit dem INQUA voll zufrieden! Und habe mir schnell noch eine große Pulle mit einem Liter NaCl geordert – kostet im Vergleich zu den zwar handlicheren, aber viel teureren Inhalationsampullen nur einen Bruchteil, und das bei gleichem Inhalt! 🙂


Meisenjagd

Ich habe heute eine Meise gejagt. Nicht, dass ich das nicht öfter tun würde… gnihihi
Ich sage nur: „Rohrspatz und Wollmeise„…
Diese war aber lebendig.

Ich lege gerade im Schlafzimmer auf dem Bett Wäsche zusammen, da kommen drei ausgewachsene Birma-Katzen mit Karracho angeschossen, gefolgt von zwei etwas langsameren, aber ebenso neugierigen Oma-Katzen. Die ganze Bagage verkriecht sich unter dem Bett; man hört nur leises Geraschel. Komisch… denke ich noch so… als alles wie bescheuert ins Badezimmer rennt. Und piepst. PIEPST? Seit wann piepsen Katzen???

Frauchen im Sprint hinterher. Alles voller kleiner Federn. Großer Felix-Kater mit Meise in der Schnute. Restliche Katzen sabbernd drumrum. Frauchen schreit und brüllt. Felix lässt erschrocken Meise los. Meise liegt schweratmend auf den Fliesen. Frauchen denkt oh die lebt ja noch!!! Felix schnappt wieder zu. Frauchen verteilt sanfte Hiebe auf Katzenhinterteile. Felix lässt wieder los. Meise fliegt in Badewanne. Kira-Katze springt hinterher. Meise flattert in Schlafzimmer. Alle Katzen und Frauchen im Galopp hinterher. Meise fliegt auf Gardinenstange. Felix hüpft auf Fensterbank und macht Männchen. Frauchen hat die Nase voll und geht mit dem Besen auf sämtliche Katzen los. Katzen flüchten erschrocken ins Treppenhaus. Frauchen knallt die Tür zu. Vogel erschreckt sich nun auch und flattert oben auf großen Kleiderschrank in letzte Ecke.

Frauchen geht schnaufend in den Keller. Leiter holen. Flankiert von fünf neugierigen Katzen, die wissen wollen, was nun passiert. WIEEE JETZT – Tür wieder zu!!?? Frauchen auf Leiter. Meise mit Besen aus Schrankecke gescheucht. Meise flattert auf Lampe. Frauchen krabbelt Leiter wieder runter. Geht zu Lampe. Hebt Besen. Meise sch….ßt auf Bettdecke und fliegt munter durchs geöffnete Fenster davon.

Endergebnis:
1 klitschnass geschwitztes Frauchen.
1 Badezimmer voller Federn.
1 Bettdecke mit Vogelschiet.
5 mega-beleidigte Katzen.
Aber 1 gerettete Meise…

Meisenjagd

(Foto: hier sitzt Meise gerade auf besagter Gardinenstange…)