Monat: Februar 2016

Watt Neues

Neu auf dem Webrahmen: ein „Ostseestrand“ von 100farbspiele

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Wolle wickeln mit Leni

„Duuuu Frauchen…. das Bällchen hast Du doch gaaaanz bestimmt nur für mich gewickelt…. „

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Fertig: Webschal „GrauLiebtLachs“

Another Webschal: dieses Mal aus einen Farbspiel „GrauLiebtLachs“!
Knaller-Farbe!!! 🙂

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Einsteigerkurse „Weben auf einem Webrahmen“

Da ich inzwischen von mehreren Seiten auf Kurse zum Thema Weben angesprochen worden bin, werde ich demnächst Einsteigerkurse zum „Weben auf Webrahmen“ anbieten.

Weben rot

  • -Die Kurse finden Samstags von ca. 10 bis 16 oder 17 Uhr bei mir zuhause statt.
  • -Ich habe drei Webrahmen von Ashford in drei verschiedenen Breiten zur Verfügung (30,60 und 80cm).

Kursinhalte (Auszug):

  • -Welche Wolle kann man verweben?
  • -Wie plane ich einen einfachen Schal?
  • -Wie schäre ich eine Kette?
  • -Weben – wie fange ich an?
  • -Tipps und Tricks
  • -Kauf eines Rahmens
  • -Welches Zubehör brauche ich?
  • -Weiterführende Literatur
  • -Besonderheit: Farbverlauf-Schals aus Farbspielen

Termine, Preis und nähere Infos etc. auf Anfrage!

(Nachtrag: Kontaktformular funktioniert jetzt! ;-))

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Damit einem nicht langweilig wird…

Neu auf dem Rahmen: ein Farbspiel „GrauLiebtLachs“.
Mit 12 Farbverläufen. Spannend! 🙂

Grauer Lachs Anke angewebt_kleiner


Fertig: Webschal „Clematis“

Und wieder ist ein Webschal fertig geworden: dieses Mal aus einem Farbspiel „Clematis“.
Mir gefällt der wunderbar sanfte Farbverlauf unheimlich gut!

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Nachtrag: Wolliges

Ich muss noch einige Projekte zeigen, die ich hier noch nicht vorgestellt hatte…

Foto 1

Tücher_Collage

o.v.l.: „Drachenfels“ aus Wollmeise Blend, „Doodles“ aus Holst Coast, „Cameo“ aus Hedgehog Cashmere
u.v.l.: „Leaf Press Shawl“ aus Wollmeise Blend, „Schwänchen“ aus Misti Aplaca und Swans Island Merino, „Cameo“ aus Hedghehog Cashmere

Foto 2

Tücher_Collage2

o.v.l.: „Oak Park“ aus Lang Yarns Cashmere Premium, „Nothing but Stripes“ aus Wollmeise Blend, „Bakersfield“ aus Wollmeise Blend
u.v.l.: „Sweet Summer Shawl“ aus Hedgehog Cashmere, „Jimi Shawlette“ aus Pascuali Silk Iceland, „Knick“ aus Wollmeise Twin


Weben auf einem Webrahmen – wie geht das eigentlich?

Als ich vor ein paar Tagen in einer Farbspiele-Facebook-Gruppe meine „graue Himbeere“ zeigte, sorgte der Schal für viel Aufsehen. Ich habe mich sehr über die ganzen lieben Kommentare gefreut. Da ich danach von mehreren Seiten zum Thema „Weben auf Webrahmen“ gefragt wurde, stelle ich nachfolgend einige Infos zum Thema zusammen.

Flussbett redhead Kette_bearbeitet kleiner

Anbieter

Es gibt mehrere Anbieter von Webrahmen. Zu den Bekanntesten gehören Ashford und Kromski. Ich habe mich vorher umgehört und mich für Ashford entschieden, da die Kromski-Haren mir zu verschnörkelt waren. Ich habe einen Ashford Knitters Loom 30 sowie einen Ashford Rigid Heddle 80.

Der kleine Knitters Loom 30 hat den Vorteil, dass er zusammenklappbar und nicht zu groß ist – mit einem Knietablett nutze ich ihn sogar auf dem Sofa und kann gemütlich beim Fernsehen weben. Der kleine Knitters Loom reicht für normale Schals (Breite ca. 25/26cm) völlig aus. Mit ihm webe ich den größten Teil meiner Projekte.
Der große Rigid Heddle 80 ist universeller, da man auf ihm auch richtig breite Stücke weben kann. Allerdings muss man ihn aufgrund seiner Breite entweder auf seinem Ständer (muss ggf. dazu gekauft werden) oder an einem Tisch bedienen; das Teil hat schon ziemliche Ausmaße! Da ich Rückenprobleme habe, kann ich den großen nur stundenweise am Tag nutzen. Für richtig große Tücher oder Stolen ist er aber toll.

Den zusammenklappbaren Knitters Loom gibt es in 30, 50 und 70cm Breite.
Den Rigid Heddle Loom gibt es in 40, 60, 80 und 120cm Breite.
Für beide Webrahmen gibt es optional einen Ständer.

Kette und Schuss
Zuerst muss auf einem Webrahmen die Kette gespannt werden. Das sind bei einem Schal die Längsfäden. Die Kette wird zwischen Kett- und Warenbaum unter Spannung gehalten. Die Schussfäden sind die Querfäden und werden unter bzw. über den Kettfäden geführt, was hinterher das Webstück ergibt.

Wie das Schären der Kette genau funktioniert, kann man gut in den Ashford-Videos sehen – wenn man dem Link hier folgt, findet man das Video auf der offiziellen Homepage von Ashford .

Webfach
Beide Rahmen haben eine Hoch- und Tief- sowie eine Neutralstellung. Wenn man den Gatterkamm (Webblatt) nach oben stellt, kann man das Schiffchen mit dem Schussgarn über die eine Hälfte der Kettfäden ziehen; stellt man den Gatterkamm in die untere Position, wechseln die Fäden automatisch.

Schiffchen
Das Schiffchen oder die Webnadel braucht man, um die Schussfäden von einer Seite auf die andere zu transportieren. Ashford hat verschiedene Längen 815, 26, 36, 56 und 76cm) und Ausführungen (lackiert/unlackiert) im Sortiment.

Gatterkamm/Webblatt
Der Gatterkamm (oder auch Webblatt genannt) hat Schlitze und Löcher, durch die die Kettfäden gefädelt werden. In der Hoch- bzw. Tiefstellung stellt er zudem das Webfach her. Außerdem schiebt man mit ihm die Schussfäden zusammen (= Anschlagen), um keine Löcher im Gewebe zu erhalten. Es gibt verschiedene Gatterkämme für diverse Wollestärken, von sehr dick (10/10) bis sehr fein (60/10).
Beiden Webrahmen liegt ein 30er Gatterkamm bei, den ich allerdings nur selten brauche, da ich meistens Wolle in Sport/Fingering-Stärke verwebe. Ich habe mir für beide Webrahmen einen 40er und 50er Gatterkamm dazu gekauft und werde mir demnächst noch je einen 60er für ganz feine Lace-Wolle zulegen.

Weben
Beim Schären der Kette werden zunächst die Kettfäden nur durch die Schlitze gezogen. Man knotet den Faden an der Kreuzleiste vom Kettbaum an und führt ihn dann mit einem Haken, dem sog. Blattstecher, durch den ersten Schlitz. Dann legt man den Faden um einen in geplanter Kett-Entfernung angebrachten Kettdübel. Die Fadenspannung dabei ist wichtig: man darf weder zu fest noch zu locker spannen. Sind alle Kettfäden geschärt, werden sie vom Kettdübel genommen, die Schlingen durchgeschnitten und die gesamte Kette dann auf dem Kettbaum aufgerollt. Um die Fadenspannung zu erhalten, liefert Ashford einige Pappstreifen mit, die aber nicht sehr praktisch sind. Wesentlich besser geeignet ist normales Packpapier, welches man beim Aufrollen einfach zwischen die Kettfäden legt und mit aufrollt. Anschließend muss aus jedem Schlitz einer der Kettfäden heraus und durch das daneben liegende Loch gefädelt werden. Das ergibt dann beim Hoch- bzw. Tiefstellen des Gatterkamms das Webfach. Die Enden werden dann in Gruppen aufgeteilt und an der Kreuzleiste des Warenbaums festgebunden.

Eine sehr gute Erklärung, wie man die Kette schärt und mit dem Weben beginnt, findet man in diesen PDFs von Ashford:

Webrahmen Aufbau

Webrahmen

Optionales Zubehör
Neben verschiedenen Gatterkämmen und Webschiffchen sowie einem Ständer gibt es für beide Webrahmen optional eine Halterung für einen zweiten Gatterkamm. Damit kann man z.B. mit zwei 40er Gatterkämmen gleichzeitig weben und hat dadurch mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei Mustern usw. Für den Rigid Heddle gibt es außerdem einen Tischstandfuß sowie einen größeren Warenbaum für sehr dicke Wolle z.B. beim Teppiche weben.

Preise

  • Knitters Loom 30: ca. 220/230 Euro
  • Rigid Heddle Loom 80: ca. 180 Euro
  • Gatterkämme: ca. 18 Euro (Knitters Loom) – 30 Euro (Rigid Heddle)
  • Schiffchen: je nach Länge 2 – 4 Euro
  • Ständer: ca. 100 Euro (Knitters Loom) – 115 Euro (Rigid Heddle)
  • Tischstandfuß Rigid Heddle: ca. 70 Euro

Literaturtipps
Leider gibt es kaum gute Bücher zum Thema „Weben auf Webrahmen“ in deutscher Sprache; die meisten Bücher behandeln nur das Weben auf Webstühlen. Die gängige Fachiteratur ist Englisch.
Am besten und umfassendsten ist „The Weaver’s Idea Book: Creative Cloth on a Rigid Heddle Loom“ von Jane Patrick. Das Buch hat eine Spiralbindung. Es ist auch für diejenigen, die nicht ganz so sattelfest im Englischen sind, dank vieler Abbildungen gut zu verstehen. Es ist wirklich toll, wie viele Möglichkeiten man mit einem Webrahmen hat – ich werde Jahre brauchen, um nur einiges aus diesem Buch auszuprobieren!
Noch neu ist „Weaving large on a little loom“ von Syne Mitchell. Ich habe es inzwischen da, aber noch nicht gelesen; Rezension folgt.

Außerdem:

Empfehlenswerte Shops

 


Webschal „graue Himbeere“

Und wieder ist ein Webschal fertig: die „graue Himbeere“ ist ein Geschenk zum 50. Geburtstag von Claudia.

Ich habe zum ersten Mal ein Farbspiel verwebt, was nicht ganz einfach war und einiges an Vorarbeit erforderte. Auch das Weben selber ist nicht ganz einfach. Für alle, die mehr Infos wollen, hier ein paar Anmerkungen:
zuerst habe ich den Bobbel in seine 10 Farbpartien aufgeteilt und dann die einzelnen Partien gleichmäßig auf die Schlitze des Webblattes verteilt. Das Schären der Kette war nicht ganz einfach, da die Farbspiele anders als Merino-Wolle nicht elastisch sind; man muss vorsichtig und genau jeden einzelnen Kettfaden spannen, um eine gleichmäßige Fadenspannung zu erreichen.
Danach habe ich überlegt, wie ich den Schuss anlege, für den ich ebenfalls das Farbspiel genommen habe, da ich einen gleichmäßigen Farbverlauf wollte. Geplant war für den Schal eine Länge von 1,80 – 2,00m. Also musste ich beim Weben in der Breite (=Schuss) jede Farbpartie etwa 18 bis 20 cm breit machen.
Das Verweben von Farbspielen erfordert ein ziemlich exaktes Weben: während man elastische Wolle noch ein bißchen hin und her „zuppeln“ kann, geht das bei den Farbspielen nicht, man muss gleichmäßig und genau weben. Dafür läuft der Schal in der Breite hinterher auch nicht so sehr ein.
Das Endergebnis ist federleicht und erinnert von der Optik her ein wenig an Leinen. Mir gefällt der Farbverlauf supergut – der Beschenkten zum Glück auch!

Alle, die mehr Infos zum Weben, zu Farbspielen usw. oder vielleicht selber so einen Schal haben wollen, können mich gerne anschreiben!

Farbspiele mausibaer_Collage2

Wolle: Farbspiele Lace 4f. „Stone Himbeere“ 750m
Webrahmen: Knitters Loom 30
Gatterkamm: 40/10 (59 Schlitze)
Kette: 2,50m
Schuss: 0,30m
Maße nach dem Waschen: 2,07m x 26,5cm

Garnverbrauch
Bobbel gesamt: 201,95g
Kette: 81,01g
Schuss: 54,94g
Rest: 66g
Verbrauch gesamt: 135,95g

Abschluss
Hemstitch 3×2


Neues von Romeo

Wenn ich mit dem kleinen Webrahmen zugange bin, ist oft mein Schoss besetzt.
Romeo findet das richtig doof: kein Platz zum Kuscheln…
Notgedrungen weicht katz dann an meine Seite aus.
Wenn ich nach links schaue, sehe ich das hier:  😀

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