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Wurzelspitzenresektion oder Isch han ne dicke Backe

Schau trau wem. Oder trau schau wem? Egal - jedenfalls Vorsicht beim Zahnarzt! Letztens haben die beiden Dottores in “meiner” Praxis festgestellt, dass ich an einem bereits wurzelgefüllten Zahn eine Entzündung habe. Hm, gemerkt hatte ich nix, hatte auch keine Schmerzen, aber auf dem Röntgenbild war eindeutig ein schwarzes Loch zu sehen. Da müsse eine Wurzelspitzenresektion (sprich: Wurzelspitze raus) gemacht werden, und nein, das sei keine große Sache. Nu gut, also in einer auf zahnärztliche Chirurgie spezialisierten Praxis einen Termin gemacht.
Hm. Mir schwante ja schon Böses, als eine merkwürdig froh gestimmte junge Dame in grüner OP-Kleidung ankam und mich in einen Umkleideraum geleitete: “Schmuck ab, Schuhe ausziehen, diese Plastiküberzieher an die Füße und sämtliche Haare bitte unter diese Haube stopfen!” Hä? Schuhe aus? Haarnetz? Warum das denn? Die junge Dame fröhlich zurück: “Na, im OP ist das halt Pflicht!” OP??? Mir wurde mulmig. Von wegen “keine große Sache”
Tatsache. OP. Mit schmalem, unbequemem OP-Tisch. Na super. Erdungsmanschette um, denn man müsse elektrisch werden, wenn ein Gefäß verletzt werden würde, erklärte die Helferin. Wie? Was? Auch noch Schweißerarbeiten? Als frau mir zu guter Letzt mitteilte, dass nun mein gesamtes Gesicht und Kopf mit einem großen sterilen Tuch abgedeckt würde (nur noch Näschen und Schnute guckten raus - und das mir mit meiner Angst bei allem, was mich einengt!), war ich endgültig davon überzeugt, dass das anscheinend DOCH eine größere Sache werden würde. Shit. Mit zitternder Stimme fragte ich nach, ob das Ganze hinterher etwas anschwellen könne. “Etwas? Nun ja…” antwortete die heitere Helferin zögernd. Na is ja toll!
Die OP selber war eklig, aber lassen wir das. Schon direkt danach sah ich aus wie Klitschko nach Runde 12. Wie sollte das bloß werden? Als man mir dann noch einen Zettel in die Hand drückte, auf dem stand: “…geht mit einer Schwellung einher, die am dritten Tag nach der OP ihren Höhepunkt erreicht…” war mir schon alles egal. Die nächsten Tage verbrachte ich jedenfalls mit einer Schüssel voller kaltem Wasser und Waschlappen auf dem Sofa. Kühlen kühlen kühlen. Zeitweise war mir so kühl, dass ich in die warme Badewanne steigen musste, um wieder aufzutauen…
Und die Moral von der Geschicht’: traue einem Zahnarzt nicht!    

Ich hätt’ Dich fast nicht erkannt…

Es ist ja schon komisch, wie sehr man sich über Haare und Frisur definiert - vor allem für die Außenwelt. Gucken die Menschen einem nicht ins Gesicht, sondern nur flüchtig auf den Kopf, wenn sie jemandem begegnen? So nach dem Motto: “rote lange haare, ah ja, das isse!” oder wie… Jedenfalls finde ich es spannend zu sehen, wie Menschen auf jemanden reagieren, wenn man sich äußerlich (nach einer Generalüberholung gerade bei mir geschehen) ziemlich verändert hat. Reaktionen wie “ach Du bist das, hab Dich echt zuerst nicht erkannt!” waren da noch das Harmlosteste, was ich so zu hören bekam. Komisch!
Was folgere ich nun daraus? Wenn ich mir eine blonde Kurzhaarperücke aufsetze, kann ich unerkannt ‘ne Bank überfallen… ;-)

Auszeit

Irgendwie ist im Moment der Wurm drin. Erst eine Magen-Darm-Verstimmung, nun eine dicke Erkältung (die NICHT schlimmer werden darf und deshalb heute Abend von mir mit selbstgekochter Hühnersuppe bekämpft wird!). Außerdem habe ich einen viereinhalb Stunden langen Zahnarzt-Termin hinter mir - Hilfeee… Am meisten ärgert mich, dass wir deshalb gestern Abend auch nicht zum Eishockey konnten. Meine neue Foto-Galerie, die ja eigentlich schon im September hätte fertig sein sollen, muss auch noch warten… SEUFZ! Naja, wollen wir mal vernünftig sein und uns dieses WE mit Wolldecke, Hühnersuppe und einem schönen Buch aufs Sofa begeben. Also, ich gehe mich mal was erholen und melde mich ein paar Tage ab!

Sommergrippe und Bahnfahren

Nein, es macht wirklich keinen Spaß, bei 30 Grad Außentemperatur mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Düsseldorf zum Zahnarzt zu fahren. Am Niederrhein (und ich nehme an, in Deutschland generell) hat man es nämlich immer noch nicht geschafft, alle überregionalen Züge mit Klimaanlagen auszustatten. Das macht wirklich Laune, bei DEN Temperaturen erst in einem brutkastenheißen Bus, dann in einer tropenhausähnlichen Regionalbahn und zuletzt in einer saunamäßigen Straßenbahn anderthalb Stunden durch die Gegend zu schaukeln! :-(
Und dann zu DEM Preis! Die Bahn hat ja wieder mal die Preise erhöht; für eine EINFACHE Fahrt von MG nach D bezahlt frau nun 9,20 anstatt 8,90 Euronen - Wucher! Beim Zahnarzt kommt frau dann pleite und klitschnaß geschwitzt, also völlig groggy an - und hat dann noch nette kleine Wurzelbehandlungen vor sich…
Kein Wunder, wenn frau sich dabei eine dicke Sommererkältung holt, wie jetzt bei mir geschehen. Halsentzündung, Schnupfen, Bronchitis, Schüttelfrost und Schweißausbrüche. Naja, so lange es nicht die Schweinegrippe ist, kommentierte mein Göttergatte trocken… Höchst ärgerlich das Ganze, und das bei DEM Wetter. Und noch viel ärgerlicher, wenn frau dadurch einen lange geplanten Fotostammtisch verpasst.
Wenigstens gibts zur Ablenkung Leichtathletik-WM im TV. Werde ich also mit Usain Bolt das WE im Bettchen verbringen und mich pflegen, damit ich nächsten Dienstag tapfer zu meiner nächsten Expedition in Sachen Zahnarzt aufbrechen kann. Schätze mal, ich besorge mir dieses Mal aber vorher ‘nen Tropenhelm…

Aua, ich hab Zahnweh!

Irgendwie ist es ja komisch: da war frau länger nicht mehr beim Zahnarzt, hatte bis dato auch keine Schmerzen o.ä. Trotzdem entschließt sich frau dazu, eine Behandlungsserie in Angriff zu nehmen, um z.B. einen beim Knöchelbruch-Unfall halb abgebrochenen Zahn endlich flicken zu lassen (ich => tapfer!!!). Letzte Woche Freitag bin ich also brav bei meiner Zahnärztin zu drei Wurzelbehandlungen angetreten. Und was passiert? Prompt bekam ich Schmerzen, wo vorher keine waren! Abends puckerte es schon verdächtig im Unterkiefer; die Nacht war dann nicht wirklich prall, und am Samstag hatte ich richtig fiese Schmerzen, die am Abend kaum noch auszuhalten waren. Normale Schmerzmittel halfen nicht, aber zum Glück half mir meine nette Nachbarin mit etwas Stärkerem aus, sonst hätte ich das WE wohl kaum überstanden. Am Sonntag wachte ich mit dick geschwollenem Unterkiefer auf! Huch, was ‘n da los? Also hat sich frau am Montag brav erneut zur Zahnärztin geschleppt (ich => heldenhaft tapfer!!!), die den einen Aua-Zahn gleich wieder aufmachen wollte. Nix ist - frau hat Tante Doktor flugs auf die bösen Fingerchen gehauen, mit dem Kopf geschüttelt (vooorsichtig!) und sich erst mal ein Antibiotikum aufschreiben lassen. Den gestrigen Tag habe ich liegend mit Coolpack auf der Schnute verbracht, um die Entzündung zu bekämpfen, den heutigen werde ich ebenfalls liegend verbringen; zum Glück gibt es ja auf “Eurosport” die Schwimm-WM zum Begucken… Und zum Glück mag ich Suppen und Pasta, sonst würde ich im Moment echte Probleme mit der Ernährungslage bekommen! Morgen, am Donnerstag, geht es dann wieder zur Tante Doktor. Mal sehen; wenn sie ganz lieb ist, darf sie vielleicht den Aua-Zahn aufmachen (ich => grandios tapfer!!!). Wobei mir ein Rätsel ist, wo sie die Betäubungsspritze ansetzen will - ist doch alles dick geschwollen!

Ich lerne wieder laufen!

Ich hatte wieder einen Termin beim Chirurgen zur Nachsorge - immerhin sind nun fast 6 Wochen seit meinem Unfall vergangen, und ich hoffe stark darauf, demnächst wieder laufen zu können/dürfen/müssen. Und die Röntgenbilder zeigen erfreulicherweise: der Knochenspalt ist fast zugewachsen (Arnika und Beinwell sei Dank)! Was heißt: ich darf ab sofort beginnen, meinen Fuß wieder an Vollbelastung zu gewöhnen! Laaangsam natürlich, und immer gleich aufhören, wenn was weh tut oder dick wird. In der ersten Zeit muss ich noch meine “Gehhilfen” benutzen, in den nächsten zwei Wochen auch immer noch meine Schiene um den Knöchel binden. Gymnastik soll ich machen, und vor allem die Abrollbewegung im Fuß gut üben. Selbst Treppensteigen darf ich auf diese Weise, was doch eine große Erleichterung bedeutet. Also Kinners, Jupheidi-und-Jupheida, dreimal-getrommelt-und-gepfiffen: ich lerne wieder laufen!!!!     

 

Erste Lauf-Versuche

Ich laufe wieder - naja, jedenfalls ein gaaanz klein wenig! Habe nun endlich die ersten Hoppel-Schrittchen gewagt. Geht auf ebener Fläche und an Krücken ganz gut, nur Treppenstufen komme ich nach wie vor nicht hoch, da ich den Fuß ja nur mit halbem Körpergewicht belasten darf. Trotzdem: ich spüre langsam wieder festen Boden unter den Füßen. Und Schmerzen habe ich dabei kaum. Sorgen machen mir nur nach wie vor die Prellungen, die einfach nicht richtig abschwellen. Tja, vier Wochen sind nun herum seit meinem Unfall - noch zwei, und dann darf ich die Belastung langsam steigern. Hach, die Zeit wird einem schon lang… Dafür habe ich angefangen, meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) abzubauen; z.T. lese ich den dritten Teil von “Eragon“.

Zweit-Bein

Kinder sind ja bekannt dafür, dass sie kein Blatt vor den Mund nehmen; “Kindermund tut Wahrheit kund”. Der Brüller des Jahres kam denn auch mal wieder von Lenachen. Tag: Ostermontag. Ort: bei uns auf der Terrasse. Beteiligte: Lena, mein Fuß und ich.
Es klingt Sturm; vor der Haustür stehen Lena und ihr Papa. Ich im Rollstuhl auf der Terrasse. Lena kommt wie eine Kanonenkugel auf mich zugeschossen und begrüßt mich stürmisch. Dann beäugt sie neugierig meinen Fuß. Das letzte Mal hatte sie mich mit Gips im Krankenhaus gesehen, nun ohne… sehr spannend…
Und da kam es auch schon: “Iiiimmiii, hast Du jetzt ein neues Bein?” :-)   :D :-D
Wir mussten alle herzhaft lachen! Ich habe ihr dann meine Narbe gezeigt, aber das schien sie nicht sehr zu überzeugen… Hoffnungsvoll fragte sie also noch einmal nach: “Und Du hast keiiin neues Bein, Immi?” Sie hatte wohl gedacht, schwupps kriegt Immi ein neues Bein, kann wieder laufen, alles ist wieder gut, sie kann mich wieder besuchen und wieder mit mir rumtoben… Und dann sitzt Immi da in einem Rollstuhl und ist immer noch fußlahm - welche Enttäuschung! Mein Göttergatte nahm dann sie an die Hand und zeigte ihr meinen Gips; das versöhnte sie etwas.
Tja Lena. Irgendwie hat Immi den Trend zum Zweit-Bein glatt verpennt.

Halbzeit!

Juchhu, ich habe Halbzeit bei meinen sechs Wochen Fuß-Schonzeit! Jetzt noch mal drei Wochen. Und nach diesen drei Wochen darf ich in weiteren zwei Wochen langsam wieder volle Belastung aufbauen… so schnell gehen zwei Monate rum, harr harr!
Heute jedenfalls wieder Kontrolluntersuchung beim Arzt. Habe dort auch endlich mal Röntgenbilder gesehen: mein Füßli ist mit sieben Nägeln und einer Platte geflickt worden. Übrigens aus Titan - ich bin nu richtich wertvoll…hihihi…
Ansonsten alles okay, auch die Schwellungen sind deutlich besser geworden. Deshalb darf ich nun mein Füßli mit halbem Körpergewicht belasten. Na toll, wirklich weiter hilft mir das noch nicht! Üben darf ich zwar, Treppensteigen geht aber weiterhin nicht… :-( Und daher bin ich auch weiterhin auf viel Liegen und Rolli angewiesen; unser Haus geht ja über fünf Ebenen und ist voller Treppenstufen! Außerdem muss ich mir nun immer eine sogenannte AirGo AnkleBrace-Schiene von Aircast umschnallen, die ich heute bekommen habe. Die stützt den Fuß beim Belasten.
Eigentlich alles eine feine Sache - die aber einen dicken Haken hat: das vorsichtige Belasten tut schon derbe weh; es zwiebelt ordentlich in meinem Knöchel. Wie soll dann das “leichte Auftreten” klappen, hä? Erste Versuche waren total entmutigend… auauau…
Tja, der Arzt wusste wohl, warum er süffisant grinsend meinte: “Keine Angst, am Anfang machen Sie eh nicht viel, und Sie merken auch schnell, wann Sie aufhören müssen!” Ehem. Stimmt.

Strumpf-Nirvana

  Was passiert eigentlich mit all den Kompressionsstrümpfen, die sich ahnungslose Individuen wie ich mit
  Müh und Not über den Fuß gezogen haben, das Teil aber hinterher nicht mehr ausgezogen bekommen?
  Bleiben diese Strümpfe auf immer und ewig am Fuß? Verwachsen sie gar mit ihm? Oder landen sie wie
  mein Strumpf im “Strumpf-Nirvana”, sprich: Mülleimer??? Fragen über Fragen…
  Ich habe meinen jedenfalls nicht mehr herunter bekommen und ihn kurzerhand mit der Schere vom
  Beinchen geschnippelt. Nie wieder! Da wickel ich mir lieber jeden Tag brav eine Bandage eng um mein
  armes Füßchen!
  Habe ansonsten heute begeistert festgestellt, dass mein Handy Bluetooth hat und ich mir so meine im
  Krankenhaus aufgenommenen Fuß-Fotos auf den Laptop beamen konnte.
  Wollt Ihr mal gucken? Ja, Ihr wollt gucken…  ;-)
  Den Gips bin ich zum Glück los, habe ihn aber aufbewahrt - als Mahnmal für zukünftige Gänge in den Keller.
  Hehehe!