Archiv der Kategorie Lesenswertes

Was man so sagt

Als sie lachte,

sagt man ihr, sie sei kindisch.

Also macht sie fortan ein ernstes Gesicht.

Das Kind in ihr blieb,

aber es durfte nicht mehr lachen. 

 

Als sie reden wollte,

sagte man ihr, darüber spreche  man nicht.

Also lernte sie zu schweigen.

Die Fragen, die in ihr brannten,

blieben ohne Antwort.

Als sie weinte,
sagte man ihr, sie sei einfach zu weich.
Also lernte sie, die Tränen zu unterdrücken.
Sie weinte zwar nicht mehr,
doch hart wurde sie nicht. 

Als sie schrie,

sagte man ihr, sie sei hysterisch.

Also lernte sie nur noch zu schreien,

wenn niemand sie hören konnte,

oder sie schrie lautlos in sich hinein.

 

Als sie still war,

sagte man ihr, jetzt sei sie richtig. 

Sie selber

sagte gar nichts mehr.

Und die anderen wunderten sich,

warum man nichts mehr

von ihr hörte…

 

 

-frei nach Kristiane Allert-Wybranietz-

Ich lese gerade…

“Abgehört - Deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942 - 1945″ von Sönke Neitzel

Auf Phoenix TV wurde gerade die fünfteilige Serie “Die Wehrmacht”wiederholt, die sich zu großen Teilen auf die Abhörprotokolle hochrrangiger internierter deutscher Offiziere in Trent Park stützt. Grund genug für mich, mir das Buch, in denen Auszüge aus diesen Protokollen veröffentlicht wurden, einmal näher anzusehen. 

Trent Park ist ein herrschaftliches Anwesen nördlich von London, das im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager für deutsche und italienische Generäle und Stabsoffiziere benutzt wurde. Die britischen Regierung hatte dort von 1942 bis 1945 ein Speziallager für hochrangige Kriegsgefangene eingerichtet, dessen Räume der britische Geheimdienst abhörte. Die Protokolle der abgehörten Gespräche zwischen den verschiedenen gefangenen Offizieren waren eine wichtige Quelle für den britischen Geheimdienst.

Man brachte bewusst Offiziere hier unter, von denen man vermutete, dass sie über kurz oder lang in der entspannten Atmosphäre dieses Lagers beginnen würden, in Gesprächen untereinander ihre Kriegserfahrungen auszutauschen. Oft wurden hier ganz bewusst hochrangige Offiziere zusammengebracht, von denen der britische Geheimdienst wusste, dass sie unterschiedliche Ansichten zu grundlegenden Fragen vertraten. 1942 waren allerdings zunächst mit Ludwig Crüwell und Wilhelm Ritter von Thoma nur zwei Generäle im Lager untergebracht, die in Nordafrika in Gefangenschaft geraten waren. 1943 kamen dann immer mehr hochrangige Offiziere hinzu: von August 1942 bis Oktober 1945 wurden 84 deutsche Generäle in Trent Park gefangen gehalten.

Die Abhörprotokolle, die in den National Archives in London verwahrt werden, wurden bereits 1996 freigegeben, doch von der historischen Forschung kaum genutzt. 2005 hat der Mainzer Historiker Sönke Neitzel das viele tausend Blätter umfassende Material in Auszügen veröffentlicht. Neitzel ist u.a. Professor für Modern History an der Universität Glasgow sowie Fachberater der Redaktion Zeitgeschichte des ZDF und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. Aus seinem Buch lässt sich lt. SPIEGEL-Kritik u.a. ersehen, dass führende Offiziere der deutschen Wehrmacht anscheinend viel früher und präziser über den Holocaust informiert als bislang angenommen - ohne dass sie je öffentlich gegen die Judenvernichtung protestiert hätten. Ich bin mal gespannt… Rezension folgt!

“Abgehört - Deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942 - 1945″
Autor: Sönke Neitzel; ISBN: 3548607608 ;Verlag: List; Seiten: 656; Preis: 10,95 Euro

Viel im Kopf

Diesen Blog und auch alles andere “Internet-liche” halte ich bewusst leicht - nichts zu Anspruchsvolles, nichts zu Persönliches. Wer weiß schließlich, was man wo mal wiederfindet… Trotzdem zweifle ich in der letzten Zeit immer mehr an diesem Konzept. Schließlich soll es ja tatsächlich auch noch Menschen geben, die mit ihrem Gehirn noch mehr anfangen können als Daily Soaps zu gucken…

Ich muß einen gewaltigen Kopf haben,
denn zuweilen
brauche ich
eine ganze Woche,
um ihn mir
zu zerbrechen

(Mark Twain)

Habenwill-habenwill-habenwill

Kann mir jemand nicht mal dieses schöne Buch schenken??? Es heißt “Crazy Lace: An Artistic Approach To Creative Lace Knitting” und ist von Myra Wood. Bei Amazon Deutschland kostet es leider 133,74 Teuronen - weshlb es für meinen Geldbeutel leider auch nicht in Frage kommt. Bei Amazon Com ist das Teil immerhin schon für 100,69 Euro erhältlich (einschließlich Shipping) - allerdings dürfte dann da noch Zoll hinzu kommen, also lohnt sich eine Bestellung über Amerika wahrscheinlich auch nicht. schniehief*
Und wenn wir gerade dabei sind: nett wäre auch “Wrapped in Comfort: Knitted Lace Shawls  von Alison Jeppson Hyde. Kostet immerhin “nur” 45,80 Euronen. Also DAS ist doch nun aber wirklich ein Schnäppchen!!!
Nee im Ernst: kann mir mal einer sagen, woher diese Phantasiepreise kommen? Für ein paar HANDARBEITSBÜCHER???
P.S.: Im übrigen habe ich mal wieder meine Wunschliste aktualisiert!

Buchvorstellung: “Lace - hauchfein stricken” - darauf hab ich gewartet!

   Endlich bei mir eingetrudelt, gerade neu herausgekommen: ein deutsches Buch zum Thema Lace
   (Spitzen stricken). Ich interessiere mich schon lange für diese Technik und freue mich nun auf eine
   (hoffentlich vernünftige) Anleitung, wie frau sowas denn richtig anfängt - und zwar OHNE 
   andauernd englische Fachbegriffe nachzuschlagen, denn englische Bücher zum Thema gibt es 
   zuhauf. Ein erster Blick ins Buch offenbart einen kleinen Grundkurs, 9 Anleitungen für Schals,
   Tücher und Stolen sowie 6 Anleitungen zu Handschuhen, Overknees o.ä.
   Eine Rezi wird es hier später auch geben, aber erst mal muss ich mir das Buch genauer ansehen…
   Hurra, das Wochenende ist gerettet!

   “Hauchfein stricken - ein federleichter Einstieg in die Lace-Technik
   Autor: Katharina Ritter; Verlag: OZ creativ; Seiten: 61; ISBN: 9783841060822; Preis: 19,95 Euro

Buchbesprechung: “Das Mädchen aus dem Song”

Jeder kann mitsingen, wenn Paul Anka sein “Ohhh, please, stay with me - Diana” schmettert. Und jeder kennt sie, die großen Songs wie “Diana“, “Peggy Sue” oder “Lola“, in denen sich Musiker wie Paul Anka, Buddy Holly, Bob Dylan oder John Lennon ihre Gefühle von der Seele schrieben: ob nun große Liebe, unerfüllte Sehnsucht oder Abrechnung mit der Ex. Aber wer waren eigentlich die Mädchen aus diesen Hits? Für wen hauchte Serge Gainsbourg sein berühmtes Je t’aime ins Mikro? Und wer war die sagenumwobene Angie?
Das wollte auch Michael Heatley wissen und begab sich auf die Spuren von Angie samt Kolleginnen. Der bekannte Musikjournalist ist Autor von über 100 Büchern, darunter mehr als 30 Biographien u.a. über die Backstreet Boys, John Lennon oder Deep Purple. Sein Buch “Das Mädchen aus dem Song” erzählt die Entstehungsgeschichten von 50 Welthits, beschreibt, welches Mädchen dahinter steckte, und was hinterher mit diesem Mädchen passierte. Warum wurden sie besungen? Hat sich ihr Leben durch den Song verändert? Haben sie noch Kontakt zu den Musikern? Und was machen sie heute?
Ich habe das Buch meinem Mann zum Valentinstag geschenkt, und er ist begeistert von den ganzen Informationen, die darin zu finden sind. Wer hätte denn schon geahnt, dass Je t’aime ursprünglich mit Brigitte Bardot entstanden war? Diese hatte damals eine Affaire mit Serge Gainsbourg, war aber noch mit Gunter Sachs verheiratet. Als Gerüchte aufkamen, dass es während der Aufnahme des Songs tatsächlich zum Geschlechtsakt gekommen war, ließ Sachs die Veröffentlichung verbieten; der Song wurde mit Jane Birkin neu aufgenommen.
Oder Lucy in the sky with diamonds von den Beatles. Lucy O’Donnell war erst 4 Jahre alt, als Julian aus ihrer Kindergartengruppe ein Bild von ihr malte, mit Sternen etc. versah und es zuhause seinem Vater zeigte: “Das ist Lucy im Himmel mit Diamanten”. Was Papa John Lennon zu seinem der bekanntesten Beatles-Songs inspirierte.
Auch schön: das Kuddelmuddel der “Love and Peace”-Zeit. Irgendwie bekommt man beim Lesen den Eindruck, dass sich Künstler und Musiker damals alle untereinander kannten und alle eine große Familie waren. Die Prudence aus Dear Prudence (ebenfalls von den Beatles) war beispielsweise die Schwester der Schauspielerin Mia Farrow. Bei Angie dagegen scheiden sich die Geister: war es nun David Bowies Exfrau Angela, mit der Mick Jagger eine Affaire gehabt haben soll? Oder doch eher Keith Richards‘ Freundin Anita Pallenberg? Oder dann doch seine Tochter Angela, wie in den Anmerkungen zur Stones-CD Jump Back zu lesen ist? Das ist aber auch die einzige Geschichte, bei der spekuliert werden darf.
Die Auswahl der Songs beschränkt sich übrigens nicht nur auf das vergangene Jahrhundert, sondern reicht mit Oasis bis in die heutige Zeit. Trotzdem ist das Buch eine Hommage an die Popkultur von damals, und beim Lesen kommt ein wenig Wehmut auf. Prompt erinnert man sich an eigene Erfahrungen beim Hören des einen oder anderen Liedes, und anschließend wühlt man im CD-Ständer nach einer Compilation von damals, um sich die “alten Schinken” noch mal anzuhören. Im Buch auch schön gelöst: hat man erst mal keine genaue Ahnung mehr, wer denn z.B. Dory Previn war, kann man unter jedem Kapitel in einem Kasten eine Zusammenfassung zur Biographie des Künstlers nachlesen.
Fazit: ein wunderbares, toll recherchiertes Buch, das einen beim Lesen immer wieder ins Staunen versetzt und nostalgische Gefühle aufkommen lässt. Supergut geeignet vor allem für die heutigen 40- bis 60-Jährigen, aber auch Jüngere finden jede Menge Wissenswertes zu “ihren” Songs. Vier Sterne!

Das Mädchen aus dem Song - Angie, Lola, Rita, Suzanne und Maggie May - und welche Geschichte sich dahinter verbirgt
Autor: Michael Heatley; Seiten: 248; Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf; ISBN: 3896025791; Preis: 14,95 Euro; Wertung: ****

Traumerbe-Tarot

     Und wieder so ein “Uuuunbedingt-haben-will” - das “Traumerbe-Tarot” von Ciro Marchetti.
     Endlich ein deutsches Buch zum “Legacy of the Divine Tarot”…
     Ich liebe ja die Sachen, die dieser Digitalkünstler macht! Ciro Marchetti stammt ursprünglich aus England (und
     lebt heute in Florida). Er “designt” seine Tarots am Computer mittels Zeichensoftware und Zeichenbrett, und
     dabei entstehen wirklich wunderschöne Decks. Aufmerksam geworden bin ich auf ihn, als sein “Gilded Tarot
     (viele sagen, immer noch sein schönstes!) vor einigen Jahren in einem Forum vorgestellt wurde. Er hatte damals
     eine Mini-Auflage von 200 Stück selbst hergestellt und über seine Website vertrieben; für eines dieser 200 Stück
     musste man tief in die Tasche greifen. Inzwischen gibt es aber auch eine kommerzielle Ausgabe bei Llewellyn
     Publications, die man ganz normal im Netz ordern kann, doch dies nur nebenbei.
     Als nächstes kam sein “Tarot of Dreams“, und als drittes das besagte “Legacy of the Divine“,
welches nun unter dem Namen “Traumerbe-Tarot” in deutscher Ausgabe beim Arun-Verlag erschienen ist. Die Karten habe ich zwar schon, aber das Begleitbuch würde mich halt doch interessieren, zumal es nicht nur die Kartenbeschreibung von Marchetti wieder gibt, sondern auch zusätzliche Deutungen von US-Tarotexperten wie Ruth Ann und Wald Amberstone, James Ricklef und Leisa ReFalo.

Wer also noch nicht weiß, was er mir zu Weihnachten schenken soll: das hier wäre was! ;-)

Deck: Das Traumerbe-Tarot, Künstler: Ciro Marchetti, Set: Buch (184 Seiten) und 78 Karten, ISBN: 3866630492; Preis: 29,95; u.a. zu beziehen hier über Amazon oder hier über den Arun-Verlag

Belauscht

Wo wir gerade bei lustigen Dingen sind: mir fällt auf, dass ich völlig versäumt habe, ein klasse Buch vorzustellen: “Entschuldigung, sind Sie die Wurst?” von den Machern der Homepage belauscht.de. Auf dieser Seite sammeln vier Studenten aus Augsburg auf Deutschlands Straßen aufgeschnappte Dialogszenen: gehört in der Uni, Schule, an der Bushaltestelle, in der Bahn oder bei der Arbeit, eingesandt von (unfreiwilligen) Zuhörern. Das Buch ist eine Sammlung der besten, originellsten, witzigsten und absurdesten Einträge - und einfach nur total crazy! Bei meinem Mann liegt es seit Wochen auf dem Nachttisch; zwischendurch linst er immer wieder hinein und lacht sich dann kaputt, und ich schnappe es mir zwischendurch, um ein paar Sprüche zu lesen. Aufmerksam geworden auf dieses Highlight meines Lesejahrs 2010 bin ich übrigens durch Jürgen von der Lippes Büchersendung “Was liest Du?”; im November 2009 hatte er das Buch bei einer Lesung mit Cordula Stratmann vorgestellt, und die Sendung wurde unlängst noch einmal im WDR wiederholt.

Wer sich die übrigens wirklich lustige Sendung ansehen will, hier und hier sind die beiden Teile!

Und das Buch:
Entschuldigung, sind Sie die Wurst?”: Deutschland im O-Ton - Das Beste von belauscht.de;
Seiten: 288; Verlag: Heyne; ISBN: 345360119X; Preis: 8,95 Euro; Wertung: *****

Mein Liebling:

Wuppertal, Klotzbahn.
In einem Fotogeschäft.
Kunde mit einem Bilderrahmen in der Hand: “Gibt es den hier auch im Querformat?”
Verkäufer (nimmt dem Kunden den Rahmen aus der Hand und dreht ihn um 90 Grad): “Gerade reingekommen.”

huaharrharr…       

Taschenmesser mit Teilchenbeschleuniger und Schlafsofa

Es lohnt sich doch immer wieder, im Netz und insbesondere bei A…zon ein wenig auf die Suche zu gehen. Da findet sich zum Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer u.a. folgende geniale Resenzion von J. Dreste:

Wirklich ein fantastisches und handliches Allzweckgerät. Was mich nur ein bisschen stört, ist die Tatsache, daß grundlegende Alltagsfunktionen doch teilweise etwas schwer zu erreichen, bzw. zu bedienen sind. So ist z.B. der integrierte Teilchenbeschleuniger nur dann korrekt in Betrieb zu nehmen, wenn die Nagelfeile und der Korkenzieher in einem Winkel von exakt 107,2 Grad ausgeklappt sind. Nervig ist auch das unangenehme Summen, das der Schutzschild-Generator von sich gibt, wenn der Schild von Luft-Boden-Rakten getroffen wird. Außerdem ist die Notfall-Rettungskapsel mit einer Kapazität von 6 Personen eindeutig unterdimensoniert und kann nur dann abgesprengt werden, wenn das Messer sich in waagerechter Lage befindet. Hier sollte der Hersteller eindeutig nachbessern. Wer aber mit diesen kleinen Einschränkungen leben kann, der bekommt ein Multitool an die Hand, welches man schon nach kurzer Zeit im Alltagsgebrauch nicht mehr missen möchte. Mein persönlicher Favourit ist jedenfalls neben der sauber integrierten Schlafcouch ganz eindeutig die Antigrav-Funktion, mit der sich Lasten bis 300 Tonnen in einem Meter Höhe frei schwebend spielend leicht transportieren lassen, eine unerlässliche Funktion für jeden Familieneinkauf.”

Das ist wirklich die genialste Rezension, die ich je gelesen habe. Immerhin 6.304 von 6.460 Kunden fanden sie hilfreich… Selten so gelacht!!! 

Bei A. Toussaint fand sich dazu dann noch Folgendes: 

“1. Ein Notstromaggregat: Unterwasserschlagbohrer und Lenkratetenziellaser sind zwar in der Theorie äußerst nützlich (und in der Benutzung gewohnt anwenderfreundlich), in der Praxis hat man aber oft keine Steckdose griffbereit. Wieviel mehr Aufwand hätte es da schon bedeutet, ein kleinen Stromaggregat zu integrieren? (Natürlich für den Einsatz unter Wasser geeignet, sonst steht man mit dem Schlagbohrer schon wieder dumm da…)
2. Einen Fluxkonverter: Braucht man ständig, NIE hat einer einen dabei. Auch hier wieder nicht. Warum sträubt sich die Industrie dermaßen dagegen?
3. Eine Repetierarmbrust: Ich verstehe diese Fixierung der Firma Wenger auf Nahkampfwaffen nicht. Da integriert man sowohl Degen als Langschwert, die kaum jemand vernünftig zu handhaben weiß, und bietet keine einzige jagdgeeignete Fernkampfwaffe? Schade!
4. Besser aufgeteilten Stauraum: Dass man bis zu 6 Kästen Bier in den ausklappbaren Stauraum bekommt, ist zwar eine feine Sache, aber was ist mit Anzugträgern? Hier wurde eine tolle Möglichkeit verpasst, eine kleine Garderobe zu integrieren, die ein knitterfreies Aufhängen von Anzügen ermöglicht.”
Allerdings muss ich sagen, dass das von Herrn Dreste erwähnte Summen des Schutzschildgenerators bei mir nicht auftritt. Das Handbuch gibt zu bedenken, dass Sie nie gleichzeitig einen Fluxkonverter in der Nähe in Betrieb haben sollten. Vielleicht war das das Problem?
Lobend erwähnt seien am Ende noch die ausklappbare Encyclopaedia Britannica und der reversible Quantennecator, mit dem es schon mehrfach gelungen ist, Schroedingers Katze zu töten…”

Es lohnt sich wirklich, sich auch mal die anderen Rezensionen zu dem Teil durchzulesen. Da finden sich dann so nette Dinge wie “wir sind letzte Woche in das Messer eingezogen und haben es nicht bereut”, “Als ich mir damit die Nasenhaare trimmen wollte, gabs einen Kurzschluss zwischen dem integrierten Flux-Kompensator und der eingebauten Urananreicherungsanlage. Seither hängt mein linkes Nasenloch im Jahr 1808 fest”, “Die Firma WENGER mußte jüngst folgende Änderung an ihrem Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer durchgeführen: die aktuelle Version des Messers enhält, neben der katholischen und evangelischen Kapellen und der 10-plätzigen Synagoge, zwar noch den bisher zur Standardausrüstung zählenden Gebetsraum für Menschen islamischen Glauben, wurde allerdings, entsprechend der neuen schweizerischen Gesetzgebung, um das bisher enhaltene Minarett gekürzt.”

Und-so-weiter….
Also: unbedingt anschauen - hier noch mal der Link zu dem Teil und allen Rezensionen!!!

.

Buchtipp: Nikon-Fotografie

  Es wird mal wieder Zeit für einen Buchtipp - dieses Mal aus dem Bereich “Fotografie”. Ich lese gerade das Buch
  “Nikon-Fotografie: fotografieren lernen mit Nikon - Technik, Fotoschule, Bildbearbeitung und
  Archivierung”
von Michael Gradias. Den Autor kenne ich von mehreren Kamera-Büchern; für dieses Buch
  hat er lt. Inhaltsangabe über ein Jahr recherchiert und angeblich alles eigenhändig selbst zusammengestellt,
  vom Text und Satz über Fotos und Grafiken bis zur Gestaltung und zum Umbruch. Als ich das Buch bei Amazon
  sah, konnte ich als bekennende Nikonianerin einfach nicht dran vorbei…
  Und das Buch ist eine wahre Fundgrube für Nikonianer! Vor allem der erste Teil zaubert bei mir ein Lächeln auf
  die Lippen, ich schwelge beim Lesen in Erinnerungen: geschildert wird nämlich die Nikon-Geschichte,
  chronologisch geordnet begegnen einem die guten alten analogen Nikons. Wehmütig erinnert man sich an
  Schätzchen wie die F3 oder die FA, die einem “damals” begegneten; Kameras, mit denen man selber mal
  fotografiert hat; High-End-Kameras wie die F4 oder F5, die der eine oder andere Kollege sofort nach Erscheinen besaß und um die man ihn glühend beneidete, bis man sich selber was Adäquates leisten konnte, und natürlich die eigenen Kameras, die heute in der heimischen Vitrine ein stilles Dasein fristen. Die Übersicht über Nikons Digitale ist ebenfalls lesenswert. Gleiches gilt auch für die Themen Objektive, Zubehör etc. Die beiden anderen Teile des Buches (Grundlagen der Fotografie bzw. Bildbearbeitung) interessieren mich persönlich nicht ganz so sehr; dazu habe ich ausführlichere Bücher, aber mal sehen, ich lasse mich gerne überraschen.

Fazit: vor allem toll für diejenigen, die schon mehrere Kameras der Marke Nikon hatten/haben, aber auch für Neu-Nikoniaer ein prima Buch! Meine bisherige Wertung: ***, vielleicht kommt noch ein vierter Stern dazu, wenn ich das Buch komplett gelesen habe.

Update 16.07.2010: habe das Buch nun komplett gelesen. Abschließende Meinung: es bleibt bei drei Sternen. Interessant ist das Buch vor allem für Anfänger bzw. Ein- und Umsteiger, die sich mit einer Nikon an die digitale Fotografie wagen und auf der Suche nach einer allgemeinen Fotoschule sind. Michael Gradias erklärt Grundlegendes verständlich und übersichtlich, und auch die Beispielfotos können sich sehen lassen. Für alte, erfahrene Nikonianer ist das Buch eher weniger geeignet, für Nikon-Neulinge sicher lesenswert!

Nikon-Fotografie, Autor: Michael Gradias; Seiten: 416; Verlag: Markt und Technik; ISBN: 3827246539; Preis: 39,95 Euro***