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Holland: Besuch im Openluchtmuseum in Arnheim

Nachdem am vergangenen WE ja wunderschönes Wetter herrschte und ich nach der Nachricht vom Tod meines Onkels dringend eine Abwechslung brauchte, sind wir vergangenen Sonntag nach Holland gefahren, und zwar ins rund 150 km entfernte Arnheim, um dort das Openluchtmuseum zu besuchen. Inmitten eines waldreichen Parks befindet sich am Rand der Stadt ein Museum mit rund 80 historischen Häusern, Bauernhöfen und Mühlen, anhand derer man einen schönen Einblick in das tägliche Leben der niederländischen Bevölkerung in den letzten 350 Jahren erhält. Bei idealen Temperaturen um 23 Grad sind wir rund zweieinhalb Stunden gemütlich durch den Park geschlendert und haben über “die gute alte Zeit” mit all ihren Mühen gestaunt. Wer nicht oder nur einen Teil der Strecke zu Fuß gehen will, kann sich auch von der historischen Straßenbahn fahren lassen, was vor allem für Familien mit kleinen Kindern praktisch ist. Für die gibt es übrigens einen kleinen Spielplatz mit Irrgarten zum Toben. Gut gefallen hat uns vor allem die kleine Dorfschule, die alte Schmiede, die alte Käsefabrik Freia mit der fauchenden Dampfmaschine und das hübsche Gelände um den Schloßbauernhof mit Paltrock- und Poldermühle und einem kleinen See. Auch schön: es gibt einen prima Museumsführer (in Deutsch) mit ausführlichen Erklärungen zu Gebäuden und Leben der früheren Bewohner zum Nachlesen. Abschließend noch ein Tipp: absolut sehenswert ist die Ausstellung am Indischen “Hof hinter dem Haus”, in der von Spardosen bis hin zu Gartenzwergen alles Mögliche, was Menschen sammeln können, vorgestellt wird - unbedingt ansehen, vor allem den ’schrägen’ Dachboden der Familie Wietsma!

Fotoauslese:

Buchstäblich ’schräg’ aufgebauter Dachboden der Familie Wietsma im Rahmen der Ausstellung “Dingenliefde”     Der formale Garten, ein Barockgarten, mit geschnittenen Buchsbaumhecken, runden Figuren und vertikal geschnittenen Taxusbäumen, liegt genau zwischen dem ehemaligen Eingangstor des Museums und dem Teehaus    Bauernhof und Brunnenhaus, Krawinkel, Gemeinde Geleen (Limburg)      Landgaststube, Budel, Gemeinde Budel (Nordbrabant)      Dampfmaschine in der Molkerei Freia     Die Dampfmolkerei Freia wurde 1879 als erste private friesische Käse- und Butterfabrik gegründet und arbeitete bis 1969         

Anzeigentafel im Straßenbahndepot, einem teilweisen Wiederaufbau des alten, 1944 während der Schlacht um Arnheim zerstörten Arnheimer Straßenbahndepots    Schmiede, Loerbeek, Gemeinde Bergh (Gelderland)     Schloßbauernhof (Mitte) mit Paltrockmühle (rechts) und Poldermühle     Bockmühle, Huizen, Gemeinde Huizen (Nordholland), von 1665     Kaufmannshaus, Koog aan de Zaan, Gemeinde Zaanstad (Nordholland)     Kleines Bauernhaus, Harreveld, Gemeinde Lichtenvoorde (Gelderland). Mit dem ungewöhnlichen blauen Anstrich wollte man Fliegen vom Haus fern halten                
 

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Kirschblüten Hanami

   Als der Film 2008 Premiere bei der Berlinale feierte, wurde er mit Lob überschüttet - und später auch mit Preisen
   (siehe dazu Wiki-Eintrag hier). In diesen Tagen lief er zweimal auf ARTE, und ich konnte ihn mir endlich ansehen.
   Ein wunderbarer Film! Nichts für Action-Fans, aber für Freunde der leisen Töne ein Genuss. Ruhige und sanfte
   Bilder, tolle Darsteller (vor allem Elmar Wepper als Rudi), und dazu wunderbare Musik - mir hat der Film wirklich
   gut gefallen.
   Ein paar kurze Sätze zur Geschichte: Rudi und Trudi (Hannelore Elsner) leben in einem bayrischen Dorf und sind
   seit dreißig Jahren ein Paar. Rudi ist schwer krank, was aber nur Trudi weiß, und der Arzt. Dieser schlägt eine letzte
   gemeinsame Unternehmung vor, und beide fahren nach Berlin zu ihren Kindern. Diese leben jedoch ihr eigenes
   Leben; Trudi und Rudi kommen sich überflüssig vor, reisen weiter an die Ostsee. Als Trudi dort plötzlich stirbt, ist
   Rudi wie vor den Kopf geschlagen - erst recht, als er erfährt, dass sie ihre Träume und Wünsche für ihn zurück gestellt hat. Also fliegt Rudi zu Sohn Karl (schön weicheimäßig: Maximilian Brückner) nach Japan, um das zu sehen, was Trudi wichtig war, und was sie zusammen nicht mehr erleben konnten: ihren Sohn in Japan, die legendäre japanische Kirschblüte, den Fujiyama und auch den Butoh-Tanz, der früher einmal Trudis Leidenschaft gewesen war. In Tokio wird Rudis Sohn jedoch mit der ganzen Situation nicht fertig, und Rudi merkt, dass er stört. In einem Park lernt er die junge Yu (Aya Irizuki) kennen, eine obdachlose, in einem Zelt lebende Butoh-Tänzerin, die erst vor kurzem ihre Mutter verloren hat und weiß, wie Rudi sich fühlt. Trotz der sprachlichen und kulturellen Unterschiede verstehen sich die beiden und kommen sich schnell näher. Yu begleitet Rudi auch auf seiner letzten Reise zum Fujiyama, dem Heiligen Berg.
Man muss sich auf die Geschichte einlassen, sonst sagt einem dieser Film nichts. Obwohl ich sonst mit der japanischen Kultur eher wenig anfangen kann (”Japaner töten Wale und viel Fisch in den Weltmeeren, lieben ihre Handys und Spielhallen, verbeugen sich andauernd” - und sonst???), hat mir der Film gefallen. Grandios finde ich die Musik, und ich habe mir prompt die CD dazu bestellt. Ich kenne ja bereits Musik von dem japanischen Künstler Ryuichi Sakamoto, und wenn er auch an dieser CD beteiligt sein sollte, freue ich mich wirklich aufs Hören! 

Tri-Tra-Trullala: Plüschiges und Puppiges

Bei mir daheim haben zwei ganz knuddelige Handpuppen Einzug gehalten - darf ich vorstellen? Nummer Eins ist Mümika (kommt von “MüdeMiezeKatze”) oder kurz Mümi und eine ganz entzückende, puschelige, dicke Katze von Folkmanis (dort heißt sie “Fluffy Cat” bzw. “pummelige Katze”). Auf dem Foto sieht sie etwas sehr karrikaturenmäßig und fast böse aus, dabei guckt sie sehr lieb und sieht “in echt” viel niedlicher aus. Sie ist von innen bespielbar (man kann dadurch das Schnäuzchen bewegen und sie sprechen lassen), und wenn man sie auf dem Arm trägt, ist sie einfach nur toootal knuffig!
Nummer Zwei heißt Ronja und ist eine gut 65 cm große Klappmaul-Puppe von den berühmten Living Puppets. Auch sie ist von innen bespielbar (nicht nur Kopf bzw. Mund, auch z.B. die Hände). Ich finde, Ronja sieht richtig flott aus in ihren Jeans-Sachen (die man übrigens ausziehen kann)! Ich bin mal gespannt, wie Lena auf sie reagiert… Ronja soll nämlich Lenas neue Freundin werden. Wenn Lena uns besuchen kommt, kann sie mit Ronja spielen und ihr das Herzchen ausschütten, wenn sie mal traurig oder sauer ist und nicht mit einem Erwachsenen reden will. Das ist nicht zu unterschätzen, da bei uns ja kaum Kinder wohnen, mit denen Lena mal spielen könnte.

Überhaupt ist Puppenspiel seit ein paar Wochen bei uns sehr angesagt. Vor drei Wochen waren wir mit Lena zum ersten Mal bei einem Puppenspiel, und zwar in Düsseldorf im Theater Helmholtzstraße. Sehr voll übrigens; man sollte unbedingt vorher Karten bestellen, wenn man z.B. Sonntags hin will! Zuerst war das alles ja gar nicht nach Lenas Geschmack, weil die Kinder alle allein nach vorne in die ersten Reihen mussten, um gut sehen zu können. Und dann das Stück: “Der Wolf und die sieben Geißlein” - oh je, wenn der Wolf einen nun auffressen will!?? Zum Glück war dann alles “gaaanz super”, und wir hatten viel Spaß! Auch die Inszenierung hat uns sehr gut gefallen; wir werden uns sicherlich weitere Vorstellungen ansehen.

Vergangenes WE waren wir dann im Puppentheater Ratingen. Ganz anderer Ansatz, eher traditionell gehalten, aber Lena fand es ebenfalls klasse. Naja, sie wusste ja nun auch schon, wie das im Puppentheater so zugeht, und machte vor allem Anfang eifrig mit. Der arme Kasper wurde von ihr fast totgequatscht, als er sich ein bißchen mit den Kindern unterhielt, und sie erzählte ihm vor sämtlichen Zuschauern ihre halbe Lebensgeschichte einschließlich Lieblingsfarbe und Prinzessinnen-Kleid. Wir beiden Großen sind vor Lachen fast erstickt!
Jedenfalls hat das Ganze nun dazu geführt, dass wir auch daheim Puppentheater spielen wollen. Ein paar Handpuppen sind inzwischen da, ein Türtheater folgt in den nächsten Tagen, und ich überlege mir gerade eifrig ein paar kleine Stücke.

Tja, das Ganze macht nicht nur Lena Spaß, sondern auch mir. Mümi und Ronja, Kasper und Co. sind voll auf meiner Wellenlänge. Schon als Kind habe ich Puppen bzw. Tieren gerne eine Stimme gegeben, was ich als Erwachsene beibehielt; meine Tochter hatte z.B. einen Hasen, der sich jahrelang wie eine lebendige Person mit ihr “unterhielt”. Das ging so weit, dass schließlich die gesamte Familie mit Hasi quatschte! Und heute, bei Lena, ist es ein kleiner Tiger, der sie immer freudig begrüßt und den sie tröstet, wenn sie wieder weg muss…

Man sieht: selbst als ü40 (und Omi) kann ich meine Leidenschaft vor allem für Plüsch- und Kuscheltiere nicht verhehlen! Leider haben die Viecher inzwischen kaum noch Platz daheim - meine Sofalehne ist voll besetzt, Lenas Regale auch… seufz*
Wer aber uuunbedingt noch fehlt, ist die große “Ragdoll Cat oder “wuschelige Katze” (siehe unten), ebenfalls von Folkmanis! Mein Mann hat sie im Internet gefunden, und die MUSS einfach zu mir nach Hause… ;-)

P.S.: in diesem Zusammenhang noch ein Buchtipp: geradezu genial ist “Große Handpuppen ins Spiel bringen” von Olaf Möller. Tolles Buch mit vielen guten Tipps zum Thema Puppenspiel, insbesondere natürlich zum Spielen mit den großen Klappmaul-Puppen. Und zwar nicht nur für Leute geeignet, die die Puppen im Therapie-Einsatz haben, sondern auch für den Einsatz als Spielgefährte in der Familie, also für Mama, Papa, Oma, Opa… Prima finde ich vor allem die Tipps zur Praxis: dem Führen der Puppe, Einsatz der Stimme etc. Also: unbedingte Kaufempfehlung! *****
Große Handpuppen ins Spiel bringen: Technik, Tipps und Tricks für den kreativen Einsatz in Kindergarten, Schule, Familie und Therapie
Verlag: Ökotopia - 107 Seiten - ISBN: 3867020175 - Preis: 16,90 Euro

Mümi                Ronja                     Ragdoll Cat               (=>Klick=größeres Bild!)              

Die leidige Sache mit dem Kostüm

  Wir sind demnächst zu einer Geburtstagsparty eingeladen, die am Karnevalssamstag stattfindet, also gleichzeitig eine
  Kostümparty ist. Hm. Stellt sich mal wieder die Frage aller Fragen: was zieht frau an??? Vor allem dann, wenn man so
  ein … ääähmmm… interessantes… Motto wie “1001 Nacht” hat??? Bauchtänzerin. Och nö. Geht nur, wenn frau
  Kleidergröße 36 hat (habe ich nicht). Suleika. Auch blöd. Haremsdame? Sahara-Prinzessin? Aladin(e)? Geist(in) aus der Flasche? gigaseufz*
Mein GöGa und ich sind also heute Morgen nach vorherigen ausgiebigen Recherchen Richtung Aachen gefahren, genauer gesagt nach Würselen, zu einem einfach nur genialen Karnevalsshop namens Karnevalswierts. Der Laden hat einen prima Online-Shop und drei Filialen: in Heerlen (Niederlande), Köln und eben Würselen. Der in Würselen ist mit 1.000 qm die kleinste Filiale, und trotzdem waren wir von dem Angebot wie erschlagen. Unglaublich, was man da alles findet: vor allem natürlich eine Riesen-Auswahl an Kostümen, und zwar richtig schöne, in guter Qualität. Ich habe mich auf Anhieb in ein traumhaftes Mittelalter-Kleid verliebt, aber das schien mir denn dann doch nicht so unbedingt das Richtige für den Orient zu sein… blödes Motto… :-(
Toll ist auch das unglaublich große Angebot an Accessoires, von Perücken über Schminke bis hin zu Schmuck. Wir waren wie erschlagen von dem Laden - wie mag das erst in der Kölner Filiale abgehen, die dreimal so groß ist wie die in Würselen??? Erschlagen wurden wir dann auch beinahe von den Menschenmassen, die sich da ab 11 Uhr durch die Gänge wälzten; zum Glück waren wir frühzeitig aufgebrochen und schon um 10 Uhr im Laden, so dass wir den riesigen Andrang nur noch beim Gehen mitbekamen.
Noch ein Hinweis für alle, die sich dort auch einkleiden wollen: man sollte sich so langsam beeilen, der Laden macht nämlich pünktlich am Karnevalssamstag erst mal zwei Wochen dicht! Die Filiale in Köln hat auch nur bis Karnevalssamstag geöffnet, nur in Holland ist auch Rosenmontag noch ein Kostümchen zu ergattern. Steht aber auch alles auf der Homepage
Witzig ist es ja übrigens, andere Leutchen beim Kostüme-Aussuchen zu beobachten (was man bei rund 20 nebeneinander liegenden Umkleidekabinen zwangsläufig tut). Da sieht man den biederen Familienvater, der unbedingt als Chinese gehen will und dem andauernd der Spitzhut vom Kopf rutscht, was natürlich wütend im breitesten niederrheinischen Slang kommentiert wird. Gegenüber kichern zwei Teenies über ihre sexy Outfits und darüber, dass sie gerade von einer Truppe junger Männer angebaggert werden, die sich zuerst johlend in bayrische Lederhosen und anschließend gröhlend in Pinguin-Kostüme quetschen. Ja, sowas erlebt man nur hier am Rhein… tätä tätä tätä!
  P.S.: Ein Kostüm hab’ ich übrigens auch gefunden. Ist grün und erinnerte meinen GöGa (narf!!!) zuerst irgendwie entfernt an einen
  Müllsack. Tätä tätä tätä…

Stavros Flatley!

          
  Ich mag irische Tänze, ich mag “Riverdance“, ich mag Michael Flatley, dessen Musiker und Tänzer
  und überhaupt diese ganzen Hupfdohlen - ich war auch schon zweimal in einer ihrer Aufführungen
  und fand es klasse.
  Einfach GENIAL ist aber Michael Flatley’s Double: Stavros Flatley - angeblich bei der englischen
  Ausgabe des “Supertalents” bis ins Finale gekommen.
  Einfach zum Wiehihiiiiiern die Beiden…. => hier gucken!
 
  P.S.: Danke an Michael für den Fund!

Schnitzel-Schlacht an der Mosel

  Mein armer GöGa: seitdem er 50 ist, wird er von der holden Weiblichkeit anscheinend nur
  noch als “lieber Papi” o.ä. wahr genommen. So beklagte sich mein Gatte die Tage, dass
  ihn einige Kolleginnen beim nachträglichen Gratulieren zum Geburtstag dementsprech-
  end in die Arme geschlossen hätten. Tja, als “Best Ager” mutiert man plötzlich zum väter-
  lichen Freund… ;-) Passend zum neuen Lebensabschnitt gestalten wir nun auch unsere
  Freizeit. Neulich gings nach Cochem an die Mosel. Sehr hübsch dort unten, aber ein
  Rummel wie auf einer Kirmes. Mittagessen gestaltete sich auch schwierig: nachdem wir
  in einem oberflächlich ganz nett aussehenden Lokal am Ortseingang heldenhaft die
  Schlacht um einen Tisch auf der Terrasse gewonnen und mangels Auswahl (”kleine
  Gerichte erst ab 15 Uhr!”
) jeder ein Jägerschnitzel geordert hatten, erhielten wir schließlich etwas Braunes in einer merkwürdig-undefinierbaren, fensterkittähnlichen Pampe, in der ganze vier (!!!) Champignons schwammen. Ach nee, stimmt gar nicht: vier ChamignonSCHEIBEN! Frustriert gondelten wir anschließend mit der Seilbahn auf den hinter der Stadt liegenden kleinen Berg “Pinnerkreuz“, vom dem aus man einen wirklich fantastischen Blick auf die Reichsburg, die Stadt und das Moseltal sowie das anschließende Enderttal mit der Ruine der Winneburg hat - da hüpft das
Fotografenherz vor Freude! Nach einem Eiskaffee waren wir wieder milder gestimmt und besorgten uns in der Cochemer Senfmühle noch einen leckeren historischen Senf, ehe es langsam gen Heimat ging. Tja, so sehen heute Kaffeefahrten für Senioren aus… ;-)
Um das wieder auszugleichen und ein wenig am Jungbrunnen zu naschen, haben wir uns anschließend denn auch endlich “Harry Potter und der Halbblutprinz” angesehen. Übrigens
in einer Privatvorstellung - wir hatten das ganze Kino für uns alleine! Nett, so ohne Papiergeraschel, Popcorngemampfe und Zwei-Meter-Mann vor sich; kann frau sich dran gewöhnen. Als nächstes gehts nun in “Wickie und die starken Männer“. Wenn das nicht
reicht, um wieder Frischezellen zu tanken, weiß ich’s auch nicht…

Ene Besuch em Zoo

Da gibts doch dieses nette Lied von Willi Millowitsch:

  “Ene Besuch im Zoo, oh, oh, oh, oh,
  Nä wat is dat schön, nä, wat es dat schön.
  Ene Besuch im Zoo, oh, oh, oh, oh,
  Dat es esu schön, dat es wunderschön!
  Janz am Äng, do kütt mer zu de Aape.
  Nä, wat sin dat vell, nä, wat sin dat vell.
  Die sieht mer der janzen Daag römhöppe,
  Un bei däne mäht jo jeder, wat e well! 
  Ene Besuch im Zoo…”

Wie recht der Mann hat, dachten wir uns und nutzten den Kurzurlaub meines Göttergatten noch zu einem weiteren Ausflug, nämlich zu einem ausgiebigen Bummel durch den Duisburger Zoo, in dem wir schon seit Jahren nicht mehr gewesen waren. Eine gute Idee, bei wunderschönem Sommerwetter durch den Zoo zu bummeln und Tiere zu gucken! Dank des großen Baumbestands war es auch herrlich kühl, und da wir ziemlich früh am Morgen gekommen waren, auch noch nicht zu voll. Mein GöGa hat sich in der (übrigens sehr guten) Zoo-Gastronomie ein Riesen-Frühstück mit Sektchen und Rührei und allen Schikanen gegönnt und war danach satt und zufrieden, so dass ich in Ruhe vor den Gehegen stehen bleiben und ein paar schöne Fotos schießen konnte (mehr davon gibt es demnächst auf meinen nun endlich bald fertigen Foto-Seiten!).

  Aufgefallen ist uns bei unserem Bummel vielerlei Schönes, Seltsames - und Kurioses.
  Es ist z.B. ja wirklich interessant, was manche Eltern ihren Kindern für einen Blödsinn
  erzählen - da kräuseln sich einem die Nackenhaare! Folgenden Dialog hat mein Mann
  aufgeschnappt: “Du Mama, was ist das für ein Tier da?” (Gemeint war ein Kirkdikdik,
  also ein Paarhufer. Dikdiks oder Windspielantilopen werden nur etwa 40 cm groß und
  zählen zu den kleinsten Antilopen Afrikas.) Antwort der direkt neben der Info-Tafel
  stehenden Mutter: “Öööhm… Eine Mischung aus Känguruh und Hase!” Jetzt stelle sich
  doch bloß mal einer vor, wie die beiden Arten miteinander Babys machen… :-) Als es uns
  Mittags schließlich überall zu voll wurde, entflohen wir dem Gewusel hastig gen Heimat!  
 

Aachen

  Einen Kurzurlaub meines Göttergatten haben wir u.a. zu einem Besuch mit Stadtbummel und
  Dombesichtigung in Aachen genutzt. Karl der Große ließ dort Ende des 8. Jahrhunderts eine
  sogenannte Pfalz als seinen Hauptwohnsitz bauen. Er ist übrigens auch selbst im Dom
  begraben; Friedrich Barbarossa stiftete den pompösen goldenen Schrein, der heute im Dom
  zu sehen ist. Der Dom war übrigens auch Krönungskirche der deutschen Könige. Also Grund
  genug, uns “Öcher” mal anzusehen! Wir haben uns zuerst gemütlich am wunderschön
  gelegenen Marktplatz direkt am Dom zu einer Mittagspause niedergelassen und konnten dabei
  ausgiebig das touristische Treiben rund um den imposanten Bau beobachten. Anschließend
  haben wir uns den Dom von innen angesehen; begeistert waren wir vor allem von den wundervollen blau-goldenen Mosaiken an den Seitenwänden, die uns eindeutig maurisch-arabischen Ursprungs schienen. Kein Wunder, dass das Ganze Weltkulturerbe ist! Leider waren wir für eine Besichtigung der Schatzkammer zu spät (Montags nur bis Mittags geöffnet), also haben wir noch einen Rundgang durch die Stadt gemacht. Wobei wir feststellten, dass das Rathaus ziemlicher Mischmasch ist: Granusturm von Karl dem Großen, eigentliches Rathaus aus dem 14. Jhd., Fenster, Portal und Haupteingangstür aus
dem 19. Jhd. Aber trotzdem irgendwie schön… Jedenfalls waren wir anschließend sicher: Aachen ist für einen kleinen Ausflug wirklich zu empfehlen! ****

“Ice Age 3″ in 3D

  Wir waren endlich mal wieder im Kino, und
  zwar in “Ice Age 3” - wir brauchten endlich
  mal wieder was zu Lachen! Die Geschichte ist
  schnell erzählt: Mammut Manni und Frau
  Elli erwarten Nachwuchs; Faultier Sid und
  Säbelzahntiger Diego fühlen sich überflüssig
  und gehen ihre eigenen Wege. Der eifer-
  süchtige Sid ist denn auch selig, als er in
  einer Höhle drei Eier findet, aus denen
  kleine Dinosaurier schlüpfen, um die er sich
  ab sofort liebevoll kümmert. Leider taucht
  deren Tyrannosaurus-Rex-Mama auf und
  nimmt ihre Kinder mit in die Unterwelt, und
  da Sid ”seine” Kinder nicht allein lassen will,
  nimmt sie ihn ebenfalls mit. Also machen sich
  Manni, Elli, die beiden Oppossums Eddie und
  Crash sowie der wieder aufgetauchte Diego
  ebenfalls auf in besagte Unterwelt…

Viele meckern ja über Teil 3 der Reihe; finden, er reiche bei weitem nicht an Teil 1 oder 2 heran. Kann ich so nicht behaupten; mir hat auch Teil 3 gut gefallen. Neu ist das leicht durchgeknallte Wiesel Buck, mit deren Hilfe die tierische Großfamilie ihren Freund Sid aus den Klauen der Dinos befreien will.Vor allem gefallen hat mir aber, dass die Figur des Scrat ausgebaut wurde - dem heimlichen Star der beiden ersten Teile. Der Typ mit der Eichel bekommt nämlich Gesellschaft von Scratte, und die ist wirklich cool! Einfach herrlich, wie sich die beiden Säbelzahnhörnchen nach anfänglichen Schwierigkeiten ineinander verknallen und zu den kitschigen Klängen von Lou Rawls’ “You’ll never find” durch die Gegend schweben… Und einfach klasse ist auch die technische Umsetzung. Vor allem die Unterwelt mit ihrem riesigen Dschungel ist traumhaft schön und detailreich gezeichnet, und einige Anspielungen auf “Star Wars” (die Flugszenen mit den Flugsauriern) oder “Herr der Ringe” (Sid im Lava-See) sorgen für Pep -wer die Möglichkeit hat, sollte sich den Film übrigens unbedingt in 3D ansehen. Wir hatten jedenfalls Spaß! Wertung: ****

Das Mittelalter rockt

   Mein Göttergatte (genannt GöGa) und ich waren gestern in Wassenberg auf dem “Mittelalterlichen
   Spectaculum”. Leider ziemlich unklug angelegt; der ganze Markt befand sich auf langgezogenem,
   hubbeligem Gelände und verlief sich ziemlich. Für mich mit meinem Humpel-Fuß und Krücken
   schwierig, aber ich habe mich heldenhaft durch die Botanik geschlagen! Übrigens fielen wir dort
   ganz schön auf, weil wir keine schwarze Klamotten anhatten und auch nicht mit Ketten behängt
   waren… ;-)
   Der Markt selber gefiel uns auch nicht sehr; zu viel war einfach auf die Schwarzgekleideten
   ausgelegt. Was uns aber sehr gut gefallen hat, war ein kleines Konzert der Mittelalter-Rockband
   “Saltatio Mortis“! Witzige Typen, interessante Musik mit phantasievoll verzierten Dudelsäcken
   und Schalmeien - doch, das hat Laune gemacht!